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Winterdienst in der Kritik

Nachbarn und Stadt räumen nicht genug, monieren Anwohner. Sie fordern, dass durchgegriffen wird.

© dpa

Gröditz. Der Winterdienst in Gröditz lässt zu wünschen übrig. Zu diesem Fazit kommen mehrere Leser, die sich an die SZ gewendet haben. Kritisiert werden vor allem Grundstückseigentümer, die angeblich nicht streuen. Bürgermeister Jochen Reinicke (parteilos) solle diese Bürger „zur Kasse bitten“, die ihren Pflichten nicht nachkommen, lautet eine Forderung. Die Pflicht zum Winterdienst hat Gröditz wie andere Kommunen im Ortsrecht festgehalten, als Teil der Straßenreinigungssatzung. Kommen Anwohner ihren Obliegenheiten nicht nach, drohen bis zu 500 Euro Bußgeld, heißt es in der Regelung, die zuletzt im Jahr 2006 angepasst wurde.

Straßenmeisterei will nachbessern

Der Bürgermeister kann die Kritik an den Räumarbeiten der Kommune nicht nachvollziehen. Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs kümmerten sich seit Jahren um den Winterdienst, ohne dass es Klagen gegeben habe, so Jochen Reinicke. Dass sich auch die privaten Grundstücksbesitzer an die geltende Satzung halten, werde von der Stadt auch kontrolliert. Verstöße gebe es zwar hin und wieder und nicht nur beim Winterdienst. Hartnäckige Verweigerer sind dem Stadtoberhaupt aber nicht bekannt. Auch nicht, ob in letzter Zeit Bußgelder gegen säumige Grundstücksbesitzer verhängt wurden.

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Aber auch die Räumfahrzeuge der Straßenmeisterei sorgen für Unmut. Die brausen Anwohnern der Hauptstraße zufolge mit so viel Geschwindigkeit über die B 169, dass der Schnee im hohen Bogen auf die frisch geräumten Gehwege fliegt – und die Arbeit damit von vorne beginnt. Bei der zuständigen Stelle ist das Problem bekannt. Straßenmeister Wolfgang Kessler sagt, die Fahrer der Räumfahrzeuge würden regelmäßig darauf hingewiesen. Doch wenn einmal Schnee liegt, müsse es eben schnell gehen. (ewe)