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Sachsen

„Wir gehen nicht in Sack und Asche“

Dirk Panter bleibt Vorsitzender der SPD-Fraktion. Die SPD gibt sich trotz der Stimmenverluste zuversichtlich.

Die SPD im sächsischen Landtag hat am Donnerstag einstimmig Dirk Panter zu ihrem Fraktionschef gewählt.
Die SPD im sächsischen Landtag hat am Donnerstag einstimmig Dirk Panter zu ihrem Fraktionschef gewählt. © Robert Michael/dpa

Dresden. Die SPD-Landtagsfraktion hat Dirk Panter einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Der 45-Jährige hatte das Amt bereits in der vorherigen Legislaturperiode inne. Auch beim Posten des parlamentarischen Geschäftsführers setzten die Sozialdemokraten mit der Wahl von Dagmar Neukirch auf Kontinuität. Die CDU hatte bereits am Dienstag ihren bisherigen Fraktionschef Christian Hartmann einstimmig im Amt bestätigt.

Panter sagte nach der konstituierenden Fraktionssitzung am Donnerstag, die Stimmung in der zehnköpfigen Landtagsfraktion sei gemischt. Nach der Enttäuschung über das schlechte Wahlergebnis wollen die Abgeordneten nach seinen Worten zuversichtlich in die Sondierungsgespräche mit CDU und Grünen gehen. Die SPD werde sich im Parlament auch um ein gutes Verhältnis zu den Linken bemühen.

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Bei der Wahl hatte die SPD mit 7,7 Prozent das bisher schlechteste Ergebnis bei einer Landtagswahl erhalten. Panter führte dies unter anderem auf die starke Polarisierung zwischen CDU und AfD zurück. Die SPD habe allein 25.000 Stimmen an die CDU verloren.

SPD-Chef Martin Dulig sagte, die SPD werde dennoch nicht in „Sack und Asche gehen“, sondern konstruktiv Sondierungsgespräche aufnehmen. Eine „Masse von roten Linien“ zu ziehen, sei nicht sinnvoll. „Niemand darf den anderen überfordern“. Selbst wenn es mehr programmatische Gemeinsamkeiten mit den Grünen geben sollte, könne die SPD auf eine gemeinsame fünfjährige Regierungserfahrung zurückblicken. 

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