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„Wir schaffen das“

Beim Neujahrsempfang nennt Oberbürgermeister Uwe Rumberg seine Ziele – und nutzt ein Merkel-Zitat im anderen Sinne.

© Oberthür

Von Tobias Winzer

Freital. Landrat Michael Geisler (CDU) hatte die Rede bei seinem Neujahrsempfang für scharfe Kritik an der Asylpolitik der Bundeskanzlerin Angela Merkel genutzt. Von einer „Geisterfahrt“ sprach er vor einer Woche und dass es so nicht weitergehen könne. Freitals Oberbürgermeister Uwe Rumberg, ebenfalls CDU, wählte da bei seinem ersten Neujahrsempfang am Freitag deutlich vorsichtigere Worte. Die Flüchtlingspolitik sei eine „gesamtgesellschaftliche Herausforderung“. „Wir werden es nicht schaffen, das Elend in der Welt allein zu heilen.“

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Mit Blick auf die Demonstrationen und Anschläge von rechter und von linker Seite in Freital im vergangenen Jahr sagte er: „Wir können streiten, aber eine gewisse Schwelle sollten wir dabei nicht überschreiten.“ Der 57-Jährige gab offen zu, dass er zum Zeitpunkt seiner Kandidatur nicht mit solchen Problemen gerechnet hatte. „Wenn ich vorher gewusst hätte, dass das Thema so auf uns zukommt, hätte ich es mir vielleicht anders überlegt.“ Rumberg war im Juni 2015 zum Nachfolger seines Parteikollegen Klaus Mättig gewählt worden.

In seiner Rede blickte er auf das vergangene Jahr zurück und nannte den Baustart an der Grundschule Wurgwitz, die Sanierung der Poisentalstraße und der Weißiger Straße sowie den Bau des Mehrgenerationenparks in Zauckerode als größte Erfolge für die Stadt. Er lobte die Entwicklung des Technologie- und Gründerzentrums an der Dresdner Straße sowie dessen Geschäftsführer und Baubürgermeister Jörg-Peter Schautz (parteilos). „Freital wird ein innovativer Wirtschaftsstandort“, sagte er. Für die Zukunft wünscht sich Rumberg eine wachsende Stadt. „Ich wünsche mir, dass wir irgendwann die 40 000-Einwohner-Marke knacken.“ Derzeit leben in Freital etwa 39 500 Menschen.

In Bezug auf seine eigene Amtszeit bediente er sich scherzhaft bei einem Merkel-Zitat. Das erste halbe Jahr von sieben seien geschafft. „13/14 liegen also noch vor uns. Wir schaffen das.“