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„Wir wollen Spaß“

Viele Gäste und wenig Schlaf – Dominik Becker und Toni Schönach organisieren das Summer Open Air in Straßgräbchen.

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© Werner Müller

Straßegräbchen. Sie hatten die Wahl. Dominik Becker (22) und Toni Schönach (21) hätten am Sonnabend auch bequem als Gast das 19. Summer Open Air in Straßgräbchen besuchen können. Doch sie haben den aufwendigen Weg gewählt und organisieren mit rund 60 Helfern die bekannte Fete. 1 500 bis 1 800 Gäste kommen regelmäßig. Die SZ hat die Chefs des Jugendvereins getroffen.

Viele Gäste, wenig Schlaf. Das Summer Open Air wird monatelang ehrenamtlich vorbereitet. Warum tun Sie sich das eigentlich jedes Jahr an?

D. Becker: Das Summer Open Air ist schon Tradition und immer organisiert es der Jugendverein. Ich bin zum sechsten Mal dabei, Toni zum fünften Mal. So eine Veranstaltung können wir nicht so einfach aufgeben. Schließlich ist es die größte, die es abgesehen vom Karneval in Bernsdorf gibt.

Wann fangen Sie denn mit den Vorbereitungen an?

D. Becker: Ende des Vorjahres suchen wir immer schon nach den DJs, Anfang des Jahres schreiben wir dann die Sponsoren an, gestalten die Flyer und starten die Werbung über Facebook.

T. Schönach: Und dann kommt der Aufbau. Wir sind 28 Mitglieder im Jugendverein, aber im Open-Air-Team sind immer rund 60 Personen dabei.

Sie haben in diesem Jahr fünf DJs engagiert. Die Bassraketen, Anstandslos und Durchgeknall sind zum Beispiel dabei. Wie wählen sie die eigentlich aus? Sind das ihre eigenen Favoriten?

D. Becker: Wir gehen zu Festivals und hören uns die DJs dort an. Das ist uns wichtig. Wir müssen aber natürlich preisabhängig entscheiden, wen wir uns leisten können.

T. Schönach: Die eigene Meinung und die eigenen Kontakte spielen aber eine Rolle, gerade und besonders bei den Nebenacts.

Auf wen freuen Sie sich denn besonders am Wochenende?

T. Schönach: Das sind schon Anstandslos und Durchgeknallt und die Bassraketen, also die Hauptacts. Wir haben in diesem Jahr zwei davon, sonst gab es immer nur einen.

Woran liegt das?

T. Schönach: In den vergangenen Jahren hatten wir eine DJ-Bühne mit Riesen-LED-Wand und im Zelt eine Rockband.

D. Becker: Doch in den letzten zwei Jahren lief das nicht mehr so gut. Die Leute haben bei den DJs in den Pausen fast noch mehr getanzt als bei der Band. Deshalb haben wir nun das Highlife Discoteam engagiert, die auch Mitbegründer des Summer Open Airs sind und mit Musik der 90er und 2000er alle ansprechen können.

Sonnabend ist der große Tag. Wann beginnt die heiße Phase?

T. Schönach: Donnerstag mit dem Maibaumwerfen. Danach geht es los.

D. Becker: Und dann haben wir gut zu tun.

T. Schönach: Das heißt wenig Schlaf, Vernachlässigung aller Hobbys, der Freundin und der Wohnung. Urlaub nehmen wir an den Tagen natürlich auch.

Nächstes Jahr feiern Sie Jubiläum 20 Jahre Summer Open Air. Haben Sie schon Ideen dafür?

D. Becker: Wir wollen noch bekanntere DJs einladen und natürlich noch besser werden, um noch mehr Leute anzuziehen. Außerdem soll das Summer Open Air wieder an zwei Tagen stattfinden. Das war früher auch so. Die Arbeit soll sich noch mehr lohnen. Sechs Monate Vorbereitung und an einem Abend von acht Stunden ist alles vorbei. Wir wollen zwei Tage Spaß.

Gespräch: Nicole Preuß

Summer Open Air in Straßgräbchen, Sonnabend ab 20 Uhr. Der Eintritt kostet sieben Euro.