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Wirbel um Facebook-Post der AfD-Vizechefin

Die Berliner AfD-Chefin Beatrix von Storch findet es grundsätzlich richtig, auch Frauen mit Kindern notfalls mit Waffengewalt am Grenzübertritt zu hindern.

© dpa

Berlin. Die Berliner AfD-Chefin Beatrix von Storch findet es grundsätzlich richtig, auch Frauen mit Kindern notfalls mit Waffengewalt am Grenzübertritt zu hindern. Auf ihrer Facebookseite bejahte sie die entsprechende Frage eines Users. Nach einer Flut kritischer Kommentare erklärte sie später: „Ich bin grundsätzlich gegen Gewalt gegen Kinder, das umfasst auch den Einsatz von Schusswaffen gegen minderjährige Migranten durch die Polizei.“

Storch, die auch stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende und Europaabgeordnete ist, hatte am Samstag auf ihrer Facebookseite auf die umstrittenen Aussagen der AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry verwiesen. Petry hatte in einem Zeitungsinterview den Einsatz von Schusswaffen bei Grenzkontrollen gefordert, um illegale Grenzübertritte zu verhindern.

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Nach umstrittenen Äußerungen der AfD zum Einsatz von Schusswaffen gegen Flüchtlinge bemüht sich die Partei um Schadensbegrenzung.

Petry und von Storch sind nicht die ersten AfD-Politikerinnen, die Waffengewalt gegen Flüchtlinge vorschlagen. Bereits im vergangenen Jahr hatte der nordrhein-westfälische AfD-Landesvorsitzende Marcus Pretzell laut Spiegel erklärt: „Die Verteidigung der deutschen Grenze mit Waffengewalt als Ultima Ratio ist eine Selbstverständlichkeit.“ AfD-Vizechef Alexander Gauland hatte sich hinter diese Forderung gestellt. Inzwischen wächst die Popularität der AfD weiter. In einer jüngsten Umfrage des Emnid-Sonntagstrends stieg die AfD hinter Union und SPD zur drittstärksten Kraft im Bund auf.

Nach der Schusswaffen-Äußerung hat SPD-Chef Sigmar Gabriel gefordert, die Alternative für Deutschland durch den Verfassungsschutz zu beobachten. (dpa/SZ)