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Wird der Bischofsplatz früher umgebaut?

Die Politik erhöht nun den Druck auf die Verwaltung. Die ersten Arbeiten sollen noch in diesem Jahr starten. Doch ein Problem bleibt.

© René Meinig

Von Sarah Herrmann

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Die ersten Arbeiten sollen noch in diesem Jahr erledigt werden, sagt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne). Doch wer sich nun Hoffnungen macht, dass der Bischofsplatz bald ein neues Gesicht erhält, muss enttäuscht werden. Zunächst werden nur Bäume auf dem Platz vor dem neuen S-Bahn-Halt gepflanzt. Die Umgestaltung des Areals kann weiterhin erst nach der Sanierung der Königsbrücker Straße beginnen. Doch die Stadtrats-Grünen haben den Druck erhöht.

Der Bauausschuss stimmte kürzlich für einen Antrag der Partei. Demnach sollen die Planungen für den Knotenpunkt vorangetrieben werden. Kontrovers diskutiert wurde vor allem ein Punkt. So wollten die Grünen die Eschenstraße zwischen Dammweg und Bischofsweg für den Durchgangsverkehr sperren. Der Schleichverkehr solle so vermieden werden. Im Bauausschuss war man allerdings anderer Meinung. Vincent Drews (SPD) forderte, den Punkt zu streichen und bekam Zustimmung von den anderen Ausschussmitglieder – die letztlich auch für den ganzen Antrag stimmten. Demnach wird auch gefordert, für die Fläche der Deutschen Bahn südlich des Bischofswegs einen Bebauungsplan anzufertigen. Das Areal soll zur öffentlichen Fläche werden. Die Politiker wünschen sich , dass das Geld für die Umgestaltung bereits im kommenden Doppelhaushalt 2019/20 eingeplant wird.

Das hält der Baubürgermeister allerdings für unrealistisch. Die Planungen könnten zu dieser Zeit finanziert werden, die Kosten für die Ausführung könne die Verwaltung hingegen nicht so schnell zusammenkriegen. Auch für die Fläche, die im Besitz der Deutschen Bahn ist, sieht Schmidt-Lamontain schwarz. „Wir haben erneut angefragt. Aber Entbehrlichkeitsprüfungen der Deutschen Bahn dauern in der Regel sehr lange“, sagt er. Zuletzt hatte das Unternehmen angegeben, die Fläche selber zu benötigen. Dass der Druck auf die Stadt erhöht wird, kann der Baubürgermeister nicht verstehen. Alles gehe seinen geregelten Gang. Noch in diesem Jahr soll eine Vorplanung vorgelegt werden.

Auch eine Lösung für den Radverkehr muss bis Ende 2018 gefunden werden. Weil es zuletzt mehrere schwere Unfälle mit Radfahrern gab, wurde eine Entschärfung des Bischofswegs gefordert, die kurzfristig umgesetzt werden kann. Doch der komplette Umbau muss weiterhin warten.