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Gesundheit

Wirkung des Manuka Honigs

Was kann das Heilmittel wirklich?

Honig ist nicht gleich Honig. Je nachdem, wo er herkommt und welche Inhaltsstoffe er besitzt, kann er als Naturheilmittel seine Kraft entfalten.
Honig ist nicht gleich Honig. Je nachdem, wo er herkommt und welche Inhaltsstoffe er besitzt, kann er als Naturheilmittel seine Kraft entfalten. © stevepb / pixabay.com

Viele haben schon von ihm gehört, nur wenige kennen es und manche benutzen es sogar nur als Süßstoff. Die Rede ist von dem Naturheilmittel Manuka Honig, der mittlerweile in immer mehr Läden und Online-Shops erhältlich ist. Seinen Ursprung hat das süße Gold in Neuseeland, wo es bereits vor Jahrhunderten von den Ureinwohnern zur Verarztung ihrer Stammeskämpfer verwendet wurde. Doch der Honig kann noch mehr, wie wir mittlerweile aus zahlreichen Studien wissen. Ein Überblick. 

Geschichte und Gewinnung des wertvollen Manuka Honigs

Er soll Wunden schneller heilen lassen, bei Entzündungen helfen und auch Magen-Darm-Beschwerden erfolgreich bekämpfen können. Der hierzulande mittlerweile populär gewordene Manuka Honig hat seinen Ursprung in Neuseeland, wo er aus der Südseemyrte gewonnen wird und schon vor hunderten von Jahren von den Ureinwohnern verwendet worden ist.

Enthalten sind in dem Honig diverse ätherische Öle, Mineralstoffe und Spurenelemente, wobei der wichtigste Inhaltsstoff das sogenannte Methylglyxocal, kurz MGO, ist. Dabei handelt es sich um ein Zuckerabbauprodukt mit antibakterieller Wirksamkeitscharakteristik, das in der Honig beinhaltenden Wabe im Bienenstock durch den Vorgang der Dehydratation von Dihydroxyaceton entsteht. Dihydroxyaceton wiederum ist ein Kernbestandteil des Blütennektars vom Manukastrauch. 

Da nicht nur der Herstellungs-, sondern auch der Vertriebsprozess von echtem Manuka Honig kompliziert ist, ist es wichtig, beim Kauf darauf zu achten, dass es sich um ein qualitatives Produkt handelt. So wird beispielsweise der Manuka Honig von Natrea direkt von einem namhaften Produzenten importiert. Durch ein Zertifikat werden die hohe Qualität und der zugrundeliegende MGO-Gehalt bestätigt. Letzterer ist hauptausschlaggebendes Qualitätsmerkmal, wobei der Honig umso teurer ist, desto mehr MGO enthalten ist. 

Das sind die Wirkmechanismen und Einsatzgebiete des Honigs

Grundsätzlich besitzt Manuka Honig als Naturheilmittel das Potenzial, bei einer ganzen Reihe von Erkrankungen positive Heilungseffekte zu erzielen. So kann er beispielsweise bei Entzündungen bzw. Infektionen der Atemwege helfen, wozu unter anderem zählen: 

 Lungenentzündungen
 Nasennebenhöhlenentzündungen
 Bronchitis
 Grippe
 Husten und Erkältungen 

Darüber hinaus haben Untersuchungen gezeigt, dass die Einnahme von Manuka Honig auch bei Beschwerden im Magen-Darm-Trakt sinnvoll sein kann, da der Honig das Wachstum von Helicobacter pylori- und Escherichia coli-Bakterien verhindern kann.

Für viele besonders überraschend ist, dass Manuka Honig sogar für die Reinigung und den Schutz der Zähne angewendet werden kann, da Honig bzw. Zucker eigentlich schädlich für den Zahnschmelz ist. Manuka hat allerdings ähnliche Eigenschaften wie der in vielen Mundspülungen enthaltene Inhaltsstoff Chlorhexidin, der gegen Karies wirksam ist. 

Diese prominenten Studien haben die Eigenschaften untersucht

Dafür, dass Manuka Honig in den beschriebenen Fallkonstellationen helfen kann, dienen zahlreiche Studien als Beleg. So gelang es z.B. der Technischen Universität Dresden die antibakterielle Wirkung des Honigs in vitro nachzuweisen, was sie letztlich auf einen um bis zu 100 Mal höheren MGO-Gehalt im Vergleich zu anderen Honig-Sorten zurückführten.

Auch an der Universität Bonn hat man sich mit Manuka Honig beschäftigt und benutzt dort seit vielen Jahren medizinische, auf diesem Honig basierende Produkte zur Wundheilung. Dass der Honig insbesondere bei oberflächlichen Wunden positive Wirkung entfalten kann, fanden im Übrigen australische Wissenschaftler schon anno 2009 heraus. 

Beeindruckend ist auch, dass der Honig laut Prof. Liz Harry von der Universität für Technologie in Sydney potenziell dazu in der Lage ist, den bekannten MRSA-Keim wieder empfänglich für eine Antibiotika-Behandlung zu machen. 

Last but not least sind etliche Studien auch in Neuseeland selbst durchgeführt worden. An der Universität Waikato wurde exemplarisch untersucht, wie der vergleichsweise hohe MGO-Gehalt zustande kommt. Die Forscher stießen dabei auf negativ geladene Ionen im frisch gesammelten Honig, die das Methylglyxocal entstehen lassen. 

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der externen Redakteurin Maria Adam.