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Wirrwar um Zirkus-Standort

Hardy Weisheit wollte mit seiner Afrika-Schau eigentlich auf den Festplatz Kidrontal in Görlitz. Aber der ist schon besetzt, planmäßig.

© Nikolai Schmidt

Von Matthias Klaus

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Hardy Weisheit freut sich schon auf Görlitz. Ab dem 6. Juli macht sein „Circus Afrika“ an der Neiße Station, und bleibt, so ist es jedenfalls geplant, bis zum 15. Juli. Dabei war die Wahl des Standortes alles andere als einfach.

Zirkuschef Hardy Weisheit hatte zunächst mit dem Festplatz Kidrontal gerechnet. Aber der ist zu dieser Zeit schon belegt. Im Rathaus ist man sich deshalb keiner Schuld bewusst. „Der Zirkus Weisheit hat bei uns im Amt seit mindestens 2013 keine Gastspielanfrage für das Kidrontal gestellt“, heißt es auf eine Anfrage der SZ. „Anfragen für die Festplatznutzung liegen bereits bis zum Jahr 2020 vor“, so Sylvia Otto, Sprecherin der Stadtverwaltung. Für 2018 wurden sechs Gastspielanfragen von Zirkussen an das Rathaus gestellt. „Der Besucherresonanz wegen werden dann zwei Gastspiele für Zirkusse, erstes und zweites Halbjahr, vergeben. Dazu kommen noch Anfragen zur Nutzung des Festplatzes für sportliche und kulturelle Veranstaltungen“, so die Rathaussprecherin. Zurzeit des Zirkusgastspiels ist gerade das Hüpfburgen-Event im Kidrontal. Eine Platzvergabe in den Wintermonaten sei nicht möglich, da die anliegenden Medien nicht frostsicher sind.

Unter dem Namen Weisheit gibt es offensichtlich mehrere Unternehmen vergleichbarer Art. Hardy Weisheit hatte zwischenzeitlich ein Ausweichgrundstück gefunden, in Weinhübel. Aber auch dort wird der Zirkus nicht Station machen, sondern ganz in der Nähe des ursprünglich gewählten Standortes auf der Wiese bei McDonalds, zwischen Tüv und Roller in Königshufen. Hardy Weisheit ist mit dem Standort zufrieden. Eine große Attraktion in seinem Unternehmen ist die gemischte indische und afrikanische Elefantenherde. Wegen der hatte der Zirkuschef in der Vergangenheit mit Gegenwind und Protesten unter anderem seitens Tierrechtlern zu kämpfen.

Die Ostsee-Zeitung berichtete zudem, dass im August 2017 Elefanten in Barth und in Ribnitz-Damgarten laut Augenzeugen aus ihrem Gehege ausgebrochen waren und dabei einen Zaun beschädigt hatten. Zirkusdirektor Hardy Weisheit hatte diese Vorwürfe zurückgewiesen. Zirkusmitarbeiter seien mit den Elefanten spazieren gewesen, dann habe ein bellender Hund sie verschreckt, heißt es bei den Kollegen in der Ostseezeitung.

Ob es in Görlitz zu Protesten von Tierschützern kommen wird, ist noch offen. Bisher ist offiziell zu geplanten Aktionen nichts bekannt geworden.