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So stehen die Sachsen zu E-Autos

Ein deutliche Mehrheit der Sachsen würde sich derzeit eher einen Verbrenner als ein E-Auto kaufen - und hofft, dass solche Modelle noch lange verfügbar sind.

Strom laden statt Benzin tanken - viele Sachsen können sich mit dieser Form der Mobilität offenbar nicht anfreunden.
Strom laden statt Benzin tanken - viele Sachsen können sich mit dieser Form der Mobilität offenbar nicht anfreunden. © dpa

Dresden. Das Ende der Autos mit Verbrennungsmotoren kommt schleichend, aber es kommt. Vor kurzem hat Volkswagen angekündigt, spätestens 2035 in Europa aus dem Geschäft mit Benzinern und Diesel-Fahrzeugen auszusteigen. Für den Wirtschaftsstandort Sachsen sind das gute Nachrichten, denn bereits heute wird jedes fünfte in Europa produzierte Elektroauto im Freistaat hergestellt. Doch die Sachsen bleiben, was E-Autos angeht, skeptisch. Das ist das Ergebnis von zwei repräsentativen Umfragen, die sächsische.de gemeinsam mit den Meinungsforschern von Civey gestellt und nun ausgewertet hat. Im Wesentlichen wird damit das Ergebnis einer Studie der Huk Coburg aus diesem Frühjahr bestätigt.

Wir wollten zum einen wissen, ob sich die Sachsen bei vergleichbarem Preis eher ein Auto mit Verbrennungsmotor oder mit Elektromotor kaufen würden. Das Ergebnis: Eine deutliche Mehrheit, exakt 58,4 Prozent, würde sich für einen Wagen mit Verbrennungsmotor entscheiden. Etwas mehr jeder vierte Sachse (26,5 Prozent) würde in dem Fall hingegen zu einem E-Auto greifen. Rund 15 Prozent sind bei der Frage unentschieden.

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Die Fragestellung lässt die Vermutung zu, dass Nachteile der E-Autos, wie geringere Reichweite und schlechte Ladeinfrastruktur, hier den Ausschlag geben.

Um den politisch gewollten Umstieg auf die Elektromobilität zu erzwingen, war zuletzt immer wieder über ein Verbot für den Verkauf von Verbrennern ab einem bestimmten Datum diskutiert worden. In einer zweiten Umfrage wollten wir von den Sachsen deshalb wissen, was sie davon halten.

Das Ergebnis: Eine deutliche Mehrheit (63,7 Prozent) spricht sich dafür aus, dass es kein zeitliches Limit geben sollte - und votiert damit auch für die derzeitige rechtliche Lage in Deutschland. Ungeachtet dessen beschließen viele Autohersteller, so wie VW, den Verbrenner-Stopp von sich aus.

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Rund 15 Prozent der Sachsen wünschen sich hingegen ein Verkaufsstopp für Verbrenner ab 2030 oder sogar früher. Für ein Verkaufsstopp ab 2035, ab 2040 oder für ein späteres Datum votieren jeweils zwischen 5 und 7 Prozent der Sachsen. Rund drei Prozent beantworten die Frage mit "weiß nicht".

Die Stichprobengröße für die Sachsen-Zahlen der erstgenannten Umfrage beträgt 333. Die Stichprobe für die zweitgenannte Umfrage besteht aus 327 Personen. Wie Umfragen mit Civey funktionieren, wird in diesem Artikel (mit Video) erklärt.

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