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Wirtschaft

Bahnstreik: Zahlreiche Zugausfälle zu Wochenbeginn

Noch bis Dienstag streiken die Lokführer der GDL. Es gilt weiterhin der Ersatzfahrplan.

Bahnkunden müssen sich auch zum Start in die neue Woche auf zahlreiche Verspätungen und Zugausfälle einstellen.
Bahnkunden müssen sich auch zum Start in die neue Woche auf zahlreiche Verspätungen und Zugausfälle einstellen. © dpa-Zentralbild

Leipzig. Auch am Montag kommt es durch den Streik der Lokomotivführergewerkschaft GDL zu starken Einschränkungen des Bahnverkehrs. Der Ersatzfahrplan der Bahn sei aber auch zum Wochenstart stabil angelaufen, sagte eine Sprecherin der Bahn am Montagmorgen. Im Nahverkehr müssen sich die Bewohner von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf ein Angebot von etwa 15 bis 20 Prozent des Normalfahrplans einstellen, so die Bahnsprecherin.

Bundesweit fahren etwa 40 Prozent des Regional- und S-Bahnverkehrs. Aufgrund von regional hoher Streikbeteiligung sind die östlichen Bundesländer besonders stark vom Streik der GDL betroffen. Im Fernverkehr fuhren am Wochenende etwa 30 Prozent der Züge. Dieses Angebot soll auch am Montag aufrechterhalten werden. Reisende sind angehalten, sich kurzfristig über das Zugangebot auf der Internetseite bahn.de zu informieren.

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Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will mit dem Streik höhere Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten erzwingen. Es ist der dritte Streik in dieser Tarifrunde. Um 2.00 Uhr in der Nacht auf Dienstag soll der Arbeitskampf beendet werden.

Erster Ausstand auch am Wochenende

Die GDL will in der laufenden Tarifrunde für weitere Berufsgruppen verhandeln, etwa für Werkstattbeschäftigte, Angestellte in der Verwaltung oder der Bahn-Infrastruktur und den Stellwerken. Laut Bahn beteiligen sich aber nur wenige Beschäftigte aus diesen Gewerken am Streik. Die GDL nennt hier deutlich höhere Zahlen.

Die Deutsche Bahn war am Donnerstag sowie am Freitag in zwei Instanzen mit einer Einstweiligen Verfügung gegen den Streik vor den Arbeitsgerichten in Frankfurt gescheitert. Sie wirft der GDL vor, mit dem Arbeitskampf auch rechtliche und politische Ziele zu verfolgen. Nach ihrem Sieg vor Gericht kündigte die GDL an, den Streik bis zum geplanten Ende am Dienstag um 2.00 Uhr fortsetzen.

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Mit der dritten bundesweiten Streikrunde innerhalb weniger Wochen sind Fahrgäste erstmals auch an einem Wochenende von dem Ausstand betroffen. Reisende drängten sich nicht nur in die Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn, sondern auch in die Züge privater Anbieter sowie in Reisebusse mit innerdeutschen Zielen. (dpa)

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