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Bootsstege am Berzi: Teurer Riesenkran

Bei den Bauarbeiten liegen der Firma buchstäblich Steine im Weg. Zudem macht eine tonnenschwere Last mehr Arbeit. Wie wirkt sich das auf die Finanzierung aus?

Mitarbeiter der Firma Orka Steganlagen verlegen Rohre auf dem Berzdorfer See bei Deutsch Ossig.
Mitarbeiter der Firma Orka Steganlagen verlegen Rohre auf dem Berzdorfer See bei Deutsch Ossig. © Martin Schneider

Beim Umbau der Schiffsanleger am Berzdorfer See ist mehr Aufwand nötig als bislang angenommen. Wie Schönau-Berzdorfs Bürgermeister Christian Hänel (parteilos) jetzt im Gemeinderat erklärte, seien zwar die ersten, kleineren Rohre erfolgreich in den Seeuntergrund gerammt worden. Da im Untergrund zur Uferbefestigung aufgeschüttete Steine die Arbeiten erschwerten - was nicht vorab bei den Planungen offenbar klar war - werde es hier aber eine finanzielle Nachforderung geben. Auch bei der Ende kommender Woche geplanten Verlegung weiterer, elf Meter langer Rohre für das Anlegen eines größeren Fahrgastschiffes ist nun doch mehr Aufwand nötig.

Grund ist das Gewicht des für diese Arbeiten nötigen Kranes, der statt der geplanten 40 Tonnen nun doch 60 Tonnen auf die Waage bringt. Dafür hat sich die ausführende Firma mit Blick auf die Gegebenheiten vor Ort entschieden. Dem Bergbausanierer LMBV ist nun aber daran gelegen, dass durch das schwere Gerät keine Schäden im Untergrund entstehen - vor allem nicht an der Wirtschaftsstraße, die den See umrundet. Denn noch steht der See unter Bergrecht. Deshalb ist nun eine geotechnische Stellungnahme angefertigt worden, die auch die nötigen Maßnahmen vorgibt. Nach Angaben Hänels müssen demnach auf der Fläche, auf der dieser Spezialkran stehen wird, zuvor reichlich Schotter und Stahlplatten aufgebracht werden, damit sich das Gewicht verteilt.

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Kosten liegen noch im Rahmen

Welche zusätzlichen Kosten genau daraus folgen, konnte Hänel noch nicht beziffern, allerdings betont er, dass man ohnehin Vorsorge für die Stellfläche getroffen hätte, wenngleich nicht ganz in diesem Umfang. Die Kosten für die geotechnische Stellungnahme stehen hingegen fest und belaufen sich auf rund 7.900 Euro. Hänel, der den Um- und Ausbau der bestehenden Bootsanleger auch für die Stadt Görlitz koordiniert, die drei dieser Anlegestellen in ihrer Obhut hat, geht derzeit davon aus, dass der zusätzliche Aufwand zu keinem größeren Kostenanstieg führen wird. Zum einen habe man innerhalb des Finanzrahmens von 1,6 Millionen Euro noch Puffer. Zum anderen erhofft sich Hänel, dass es wegen der unerwarteten Mehrkosten eine Nachzahlung an Fördergeldern geben könne.

Insgesamt kostet die Umrüstung der 2008 gebauten Anleger rund 1,6 Millionen Euro - mit den Kosten für die Errichtung sind das dann zusammen 2,5 Millionen Euro für vier Stege. Hauptsächlich finanziert wird alles vom Bergbausanierer LMBV und dem Freistaat, aber auch die See-Anrainer Schönau-Berzdorf und Görlitz haben Eigenanteile zu tragen. Die Umbauten sind nötig, damit vom kleinen Sportboot bis zum größeren Ausflugsdampfer viele Bootstypen problemlos an den Schiffsanlegern festmachen können. Das ist an den Stegen in ihrer derzeitigen Form nicht möglich.

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