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Bauen und Wohnen

Falsche Immobilienanzeigen erkennen

Nicht alle Inserate auf Immobilienportalen sind echt, hinter manchen Objekte stecken Kriminelle. Was die Täter wollen und welche Maschen es gibt:

© Pixabay.com/StartupStockPhotos (Symbolfoto)

Auf der Suche nach einer neuen Wohnung oder nach einem Haus? Wer auf diese Frage mit "Ja" antwortet, hat mit Sicherheit auch im Internet auf den entsprechenden Portalen nach passenden Angeboten gesucht.

Was viele nicht wissen: Nicht immer sind die Inserate seriös. Mit falschen Anzeigen versuchen Betrüger immer wieder, Wohnungssuchende entweder um ihr Geld zu bringen oder an deren Daten zu kommen. Doch wie erkennt man solche Fake-Anzeigen?

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Die Masche mit dem Schlüssel per Post

"Eine gesunde Portion Skepsis bringt oft schon weiter", sagt Rudolf Koch vom Immobilienverband Deutschland IVD. Denn eine laut Bildern im Portal traumhaft aussehende Wohnung in Toplage zu einem sagenhaft günstigen Preis "klingt nach einem schönen Märchen, aber mehr nicht."

"Wenn der vermeintliche Eigentümer der Immobilie dann noch vor einer Besichtigung um Vorkasse bittet, sollten bei Wohnungssuchenden alle Alarmglocken schrillen", erklärt Koch.

Sein Anliegen begründe der angebliche Besitzer oft so: Er halte sich derzeit im Ausland auf und könne nicht zur Besichtigung kommen. Er würde den Schlüssel für die Besichtigung per Post schicken oder durch einen Mittler übergeben. Er wolle aber dafür eine Kaution und bitte um Überweisung einer Summe von zum Beispiel 300 Euro.

"Nur: Wenn das Geld überwiesen ist, kommt der zugesagte Wohnungsschlüssel nicht", so Koch. Und der vermeintliche Eigentümer ist nicht mehr zu erreichen.

Nie Kopie des Personalausweises verschicken

Nicht zuletzt in Gegenden, in denen die Wohnungsnot besonders groß ist, geben sich dem Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen in Hannover zufolge Täter oft als Makler aus. Gegen Geld bieten sie Listen mit angeblich exklusiven Immobilienangeboten. Beim Lesen der Listen stellt sich heraus, dass sie nur bereits veröffentlichte Anzeigen aus Immobilienportalen enthalten oder Anzeigen von seriösen Maklern.

Weitere häufige Betrugsmaschen: Täter verlangen bei Interesse an der Immobilie von den Interessenten eine Kopie des Personalausweises. Die so übermittelte Identität "wird dann von den Tätern bei illegalen Geschäften genutzt", warnt das LKA Niedersachsen.

Auch sogenannte Phishing-Mails bekommen Wohnungssuchende mitunter zugesandt, wenn sie aufgrund einer Anzeige mit einem vermeintlichen Immobilien-Besitzer Kontakt aufgenommen haben. Diese Mails enthalten Links oder Anhänge. In der Regel wird laut LKA der Interessent aufgefordert, sich über den Link einzuloggen oder den Anhang zu öffnen. Nach dem Einloggen gelangt man auf eine gefälschte Seite, über die die Täter Daten ihres Opfers abfangen wollen.

Immer schön skeptisch bleiben

Wie sich Wohnungssuchende wappnen können? "Niemals vorab an unbekannte Personen Geld überweisen", rät IVD-Experte Koch. Und unter keinen Umständen Scans von Personalausweis, Gehaltsnachweis oder anderen Dokumenten vorab an Unbekannte übermitteln. Solche Papiere können bei einer Wohnungsbesichtigung vor Ort ausgetauscht werden.

Wer bereits Daten vorab übermittelt oder Geld vorab überwiesen hat, sollte unverzüglich seine oder ihre Bank informieren, rät das LKA Niedersachsen. Unter Umständen kann der Transfer noch gestoppt werden. Opfer sollten außerdem Anzeige bei der Polizei erstatten und das Immobilienportal informieren.

Anzeigentext und Fotos gut prüfen

Es gibt übrigens noch weitere Indizien dafür, dass eine Immobilienanzeige Fake ist. Das können laut LKA etwa Anzeigen mit Fotos wie aus einem Prospekt sein. Oder Immobilie und Ausstattung passen nicht zusammen.

Auch bei Texten in Inseraten, die von Grammatik- und Rechtschreibfehlern nur so strotzen, sollten Wohnungssuchende wachsam sein - das könnte laut Verbraucherzentrale NRW ein Indiz für ein Betrugsobjekt sein.

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Ein weiterer möglicher Hinweis: Betrüger kopieren sich den Verbraucherschützern zufolge oft ihren Text aus bestehenden Anzeigen zusammen. Wohnungssuchende sollten daher Teile des Textes oder die Überschrift in eine Suchmaschine im Internet eingeben. Findet sich auf diese Weise ein ähnliches Inserat mit anderen Kontaktdaten auf weiteren Portalen, gilt: Am besten die Finger davon lassen. (dpa/tmn)

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Tipps des Landeskriminalamtes Niedersachsen
Polizeiliche Kriminalprävention der Länder

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