merken
Bauen und Wohnen

Mietkautionskonto: Minuszinsen zulässig?

Mit der Kaution vertrauen Mieter ihrem Vermieter oft auf Jahre viel Geld an. Das müssen Eigentümer eigentlich verzinslich anlegen.

©  pixabay.com/geralt (Symbolfoto)

Vermieter sind verpflichtet, die Kaution ihrer Mieter auf ein Konto einzuzahlen. Das müssen sie getrennt von ihrem eigenen Vermögen zugunsten der Mieter anlegen. Diese Kation muss laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) verzinst werden. Paragraf 551 Absatz 3 BGB schreibt vor, dass die Verzinsung dem sogenannte Spareckzins der Deutschen Bundesbank entsprechen muss.

Als Folge der Mini-Zinspolitik bringen Spareinlagen inzwischen so gut wie nichts mehr ein. Künftig ist nicht ausgeschlossen, dass der Eckzins ins Negative dreht. Die mögliche Folge: Das Geld auf dem Kautionskonto wird nicht mehr, sondern weniger.

TOP Deals
TOP Deals
TOP Deals

Die besten Angebote und Rabatte von Händlern aus unserer Region – ganz egal ob Möbel, Technik oder Sportbedarf – schnell sein und sparen!

Das müssen Mieter akzeptieren. "Wenn ihnen Erträge zustehen, dann ist dieser Grundsatz genauso gut auf Negativzinsen anwendbar", sagt Rechtsanwältin Beate Heilmann, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien im Deutschen Anwaltverein. Eigentümer bräuchten den Verlust nicht zu ersetzen: "Sie können nichts dafür, dass der Betrag schrumpft."

Ihrerseits dürften Vermieter aber nicht verlangen, dass Mieter die Lücke auffüllen. "Es wurden einmal drei Nettomieten geleistet. Mehr darf nicht gefordert werden", erläutert die Anwältin. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags kommt in einer Studie ebenfalls zu dem Schluss, dass keine Nachschusspflicht besteht. (dpa/tmn)

Mehr zum Thema Bauen und Wohnen