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Wie viele Bauplätze schafft Oderwitz am Eurostern?

Die Gemeinde legt erstmals Zahlen vor - auch zu eigenen Kosten und zu möglichen Kaufpreisen. Im besten Fall geht's ab 2024 los.

Noch ist es eine Wiese beim "Eurostern", wo Bürgermeister Cornelius Stempel hier steht. Bald aber wird sie der Platz für neue Eigenheime in Oderwitz sein.
Noch ist es eine Wiese beim "Eurostern", wo Bürgermeister Cornelius Stempel hier steht. Bald aber wird sie der Platz für neue Eigenheime in Oderwitz sein. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Bauamtsmitarbeiter Hartmut Junge hat inzwischen einen konkreteren Plan für das künftige Wohngebiet Eurostern in Oderwitz. Wenn alles optimal läuft, sollen hier an der Straße Jeschkenblick ab 2024 Grundstücke erworben und bebaut werden können. "Wir denken, das erste Baufeld wird in Richtung Zittau liegen", skizziert er die Entwicklung für die Bauflächen in Niederoderwitz. Doch zuvor gibt es vieles zu klären - vor allem auch finanziell.

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Rechnet man alle Kosten zusammen, die Oderwitz für die Umwandlung des aktuellen Misch- und Gewerbegebietes Eurostern in ein Wohngebiet trägt, muss die Gemeinde knapp eine Million Euro ausgeben - 980.000 Euro nach derzeitiger, grober Kostenschätzung. Dazu gehören neben einem bereits abgeschlossenen Landkauf auch die nötigen Gutachten zu Baugrund und Lärmschutz, sowie Planungskosten. Mit den ersten Planungsschritten hat der Gemeinderat aktuell nun einstimmig das Oderwitzer Büro Giehler beauftragt.

Platz für 38 Bauflächen

"Wir gehen davon aus, dass man die knapp 31.000 Quadratmeter etwa in 38 Parzellen aufteilen kann", skizziert Junge die derzeitigen Überlegungen. "Allerdings wird das konkret dann noch der Gemeinderat zu entscheiden haben - je nachdem, welche Grundstücksgröße die Räte für angemessen halten", macht er deutlich. Legt man aber die derzeitigen Schätzungen zugrunde, würde der Quadratmeter inklusive Abwasseranschluss bei etwa 35 bis 36 Euro liegen. "Auch hier entscheidet am Ende der Gemeinderat", betont Junge. Aber, wenn man alle Kosten umlegen wolle, sei diese Größenordnung absehbar. "Quadratmeterpreise zwischen 35 und 40 Euro sind in der Region durchaus nicht unüblich", fügt er hinzu. Die neuen Baugrundstücke am Eurostern werden eine sehr gute Qualität und Lage haben, gibt sich Junge sicher, vor allem auch, weil keine Hanglage das Bauen erschwere und auch die Aussicht schön sei.

Die Investitionen von einer knappen Million Euro, so versicherte Bürgermeister Cornelius Stempel (parteilos), könne die Gemeinde stemmen, alles sei mit der Kämmerin so besprochen. Die Entwurfsplanung soll nun im kommenden Jahr erfolgen, 2023 folgen dann die konkreteren Ausarbeitungen und auch die zentrale Zufahrtsstraße mit den Medien soll gleich mit errichtet werden, zumindest dort, wo sich das erste Baufeld befinden wird. Dass Oderwitz für Bauwillige etwas tun muss, ist seit Längerem klar, weil die Nachfrage schon lange weitaus größer ist als das Angebot.

Update, 7. Oktober, 17 Uhr: In einer früheren Version des Textes wurde Hartmut Junge als Bauamtsleiter der Gemeinde bezeichnet. Dies ist aber in Personalunion Bürgermeister Cornelius Stempel. Hartmut Junge ist Sachbearbeiter im Bauamt.

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