merken
Politik

Bundestag beschließt Lieferkettengesetz

Lange hat es gedauert, doch nun ist das Gesetz beschlossen. Es geht um Menschenrechts- und Umweltstandards.

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD, l.) am Freitag im Bundestag.
Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD, l.) am Freitag im Bundestag. © dpa/Michael Kappeler

Berlin. Große Unternehmen in Deutschland sollen keine Kinder- oder Zwangsarbeit und keine Umweltzerstörung in ihren internationalen Lieferketten mehr dulden.

Der Bundestag beschloss am Freitag einen Gesetzentwurf der Regierung für neue Sorgfaltspflichten. In namentlicher Abstimmung votierten 412 Abgeordnete für das Gesetz, 159 dagegen, 59 enthielten sich. In zweiter Lesung hatten Union, SPD und die Grünen für das Lieferkettengesetz gestimmt. Die Linke enthielt sich, AfD und FDP stimmten dagegen.

PPS Medical Fitness GmbH
Physiotherapie bei PPS Medical Fitness
Physiotherapie bei PPS Medical Fitness

Krankengymnastik, Bewegungsbad, physikalische Therapie, Lymphdrainage, Massagen, Outdoor-Training - PPS Medical Fitness ist für Ihre Unterstützung rundum aufgestellt.

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zeigten sich bewegt, dass das Gesetz nach langen Diskussionen nun komme. "Das war vielleicht meine letzte Rede hier, aber ganz sicher das wichtigste Gesetz für mehr Gerechtigkeit zwischen Reich und Arm - wir haben noch viel zu tun", sagte Müller, der nach der Wahlperiode aus dem Parlament ausscheidet.

Weiterführende Artikel

Streit über Lieferkettengesetz beigelegt

Streit über Lieferkettengesetz beigelegt

Jetzt einigt sich die Koalition doch auf das Lieferkettengesetz. Unternehmen müssen genauer hinschauen, wie sauber ihre internationalen Zulieferer arbeiten.

Warum das Lieferkettengesetz wichtig ist

Warum das Lieferkettengesetz wichtig ist

Anna Cavazzini, Europapaabgeordnete für Sachsen erklärt, warum es das Gesetz für mehr Menschenrechte braucht und es Firmen nicht überfordert. Ein Gastbeitrag.

Unternehmen sollen ihrer globalen Verantwortung für Menschenrechte und Umweltstandards besser nachkommen. Das Gesetz gilt vom 1. Januar 2023 an, und zwar erst einmal für Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitern - von 2024 an dann auch für Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Laut Statistik gibt es in Deutschland rund 2.890 Unternehmen mit 1.000 oder mehr Beschäftigten. Kleinere mittelständische Unternehmen sind nicht betroffen. (dpa)

Mehr zum Thema Politik