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Kraftwerk Boxberg wird Forschungsstandort

Ein Projekt zu Carbonfasern soll Boxberg attraktiv für etablierte Firmen und Hightech-Start-ups machen - und neue Jobs schaffen.

Das Kraftwerk Boxberg benötigt bei Volllastbetrieb jeden Tag rund 50.000 Tonnen Rohbraunkohle. Ende 2038 soll es vom Netz gehen.
Das Kraftwerk Boxberg benötigt bei Volllastbetrieb jeden Tag rund 50.000 Tonnen Rohbraunkohle. Ende 2038 soll es vom Netz gehen. © Rolf Ullmann

Boxberg. Das Kraftwerk Boxberg in der Oberlausitz soll zu einem Forschungsstandort für Carbonfasern werden. Eine entsprechende Absichtserklärung haben am Mittwoch das Bergbauunternehmen Leag, das sächsische Ministerium für Regionalentwicklung sowie mehrere Wissenschaftseinrichtungen unterschrieben. „Für den Standort Boxberg eröffnet sich nun ein Weg in ein neues Industriezeitalter“, sagte Minister Thomas Schmidt (CDU).

Durch die Zusammenarbeit würden hier laut Schmidt „Grundlagen für die Arbeits- und Ausbildungsplätze der Zukunft geschaffen“. Bei dem Projekt „InnoCarbEnergy“ geht es um die Entwicklung von Leichtbaustrukturen, die unter anderem in mobilen Anwendungen für den Automobil- und Schiffbau sowie Luft- und Raumfahrt zum Einsatz kommen. Dafür soll in einem ersten Schritt eine Pilotlinie zur Herstellung von Carbonfasern aufgebaut werden, um neue Fertigungsverfahren zu testen.

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„Bereits heute können wir durch die Kombination von Materialien – insbesondere mit Carbonfasern – enorme Gewichtsvorteile von 30 bis 50 Prozent gegenüber klassischen Bauteilen erreichen, die ausschließlich aus Aluminium oder Stahl gefertigt werden“, sagt Lothar Kroll vom Institut für Strukturleichtbau an der TU Chemnitz. Das Projekt soll Boxberg attraktiv für Firmen und Hightech-Start-ups machen.

Das Kraftwerk Boxberg wird von den Tagebauen Nochten und Reichwalde beliefert. Es benötigt bei Volllastbetrieb jeden Tag rund 50.000 Tonnen Rohbraunkohle. In Boxberg soll der letzte Block Ende 2038 vom Netz gehen. (dpa/SZ)

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