Wirtschaft
Merken

Chipmangel in Autobranche: Weniger neu zugelassene Pkw

Autobauer in Deutschland kämpfen weiterhin mit starken Einschnitten bei Chips. Dadurch rollen auf den Straßen weniger neue Autos.

 0 Min.
Teilen
Folgen
Durch den Chipmangel können Autobauer weniger Pkw herstellen. Die Zahl der Neuzulassungen ist demnach ebenfalls geschrumpft.
Durch den Chipmangel können Autobauer weniger Pkw herstellen. Die Zahl der Neuzulassungen ist demnach ebenfalls geschrumpft. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Berlin. Die Lieferengpässe bei Halbleitern machen der Autoindustrie weiter zu schaffen: Im November sind erneut deutlich weniger Autos neu zugelassen worden als im Jahr davor, wie aus den aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) in Flensburg hervorgeht. Demnach kamen im vergangenen Monat 198.258 Pkw neu auf die Straßen und damit rund ein Drittel weniger als im November des Vorjahres.

Auch mit Blick auf das bisherige Gesamtjahr verzeichnet die Branche einen deutlichen Rückgang: Dem Verband der Automobilindustrie zufolge sind zwischen Januar und November insgesamt rund 2,4 Millionen Autos neu zugelassen worden - acht Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Jedes fünfte neue Auto ist ein Elektroauto

"Hauptgrund für die geringeren Zulassungszahlen ist ein deutlich verringertes Produktionsvolumen bei den Herstellern, da der globale Halbleitermangel auch die deutsche Automobilindustrie einschränkt", teilte der VDA am Freitag mit.

Lichtblick der Branche bleibt die Entwicklung bei den Elektroautos. 40.270 Fahrzeuge mit rein batterieelektrischem Antrieb wurden laut KBA im November neu zugelassen. Das waren fast 40 Prozent mehr als im Vorjahr.

Inzwischen ist demnach mehr als jede fünfte Neuzulassung ein reines Elektroauto. Damit hat sich der Anteil an den Neuzulassungen zwischen Oktober und November noch einmal deutlich erhöht. Im Vormonat lag er noch bei rund 17 Prozent. Im November waren es mehr als 20 Prozent. (dpa)