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Corona und Chipmangel: Lage bei Autozulieferern bleibt ernst

Eine Firmenbefragung ergab eine angespannte Lage bei den sächsischen Firmen. Die meisten rechnen nicht so schnell mit Entspannung.

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Die Lage bei Sachsens Autozulieferern bleibt ernst: Beim Blick in die Zukunft gehen die meisten von einer Verbesserung erst in einem Jahr aus.
Die Lage bei Sachsens Autozulieferern bleibt ernst: Beim Blick in die Zukunft gehen die meisten von einer Verbesserung erst in einem Jahr aus. © Wolfgang Schmidt (Archiv)

Dresden. Sachsens Automobilzulieferer ächzen unter Materialmangel, steigenden Kosten und häufigen Produktionspausen bei Fahrzeugherstellern. Die Lage bleibe angespannt, und der erhoffte Neustart nach der Corona-Krise 2020 sei dieses Jahr immer wieder ins Stocken geraten, teilte das Netzwerk der Automobilzulieferer AMZ am Montag mit und verwies auf eine Firmenbefragung.

Fast zwei von fünf Unternehmen (39 Prozent) verbuchen demnach noch geringere Umsätze als 2020, und fast jedes dritte Unternehmen (31 Prozent) meldete eine rückläufige Mitarbeiterzahl. "Im Vergleich zu 2019 sind die Vor-Corona-Werte noch lange nicht erreicht", hieß es.

Zulieferer pessimistisch bei Blick in die Zukunft

Der Wandel zur Elektromobilität in der Auto-Industrie bedeutet auch für deren Zulieferer einen Umbruch. Dabei sorgen die Probleme durch die Corona-Krise den Angaben nach für zusätzliche Belastungen. So gaben 80 Prozent der befragten Unternehmen an, von Lieferengpässen und steigenden Kosten bei Vormaterialien betroffen zu sein.

Während der Chipmangel die Autohersteller immer wieder zwingt, die Produktion zu stoppen, plagen die Zulieferer Engpässe bei Teilen und Materialien wie Elektronikkomponenten, Metallen, Kunststoffen, Granulaten und Baustoffen.

Abhilfe ist für viele Unternehmen so schnell nicht in Sicht. Mehr als die Hälfte der Firmen gab an, dass sie frühestens in einem Jahr mit einer Erholung rechne. An der Umfrage haben sich laut AMZ rund 100 Zulieferer in der Zeit zwischen Mitte Oktober und Anfang November beteiligt. (dpa)