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Fünf Tipps für den Lampenkauf

Lumen, Kelvin und RGB: Auf welche Werte kommt es bei den neuen Leuchten wirklich an?

© dpa/Florian Schuh (Symbolfoto)

Hell und gemütlich, farbecht und idealerweise blendfrei: Wer heute eine Lampe kauft, darf hohe Anforderungen an deren Leistung stellen. Ein Blick auf fünf entscheidende Kriterien.

1. Energieeffizienz

LEDs, die Abkürzung für „lichtemittierende Dioden“, verbrauchen vergleichsweise wenig Energie und sind langlebig. „Schon durch den Tausch alter Lampen gegen neue, energieeffiziente LED-Lichtquellen lassen sich mehr als 80 Prozent Energie pro Jahr sparen“, erklärt Iris Vollmann vom Branchenportal Licht.de.

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Vor wenigen Jahren noch waren für die Wohnung nur LED-Strahler erhältlich, die punktuelles Licht erzeugten. Sie waren als Ersatz für Halogenstrahler gedacht. Heute gibt es LED-Lampen für nahezu jeden Einsatzbereich, also auch für die Grundbeleuchtung der Wohnräume.

Wie energiesparend die Lampen im Einzelnen sind, zeigt das EU-Energielabel auf der Verpackung. Laut dem Öko-Institut in Berlin erfüllen die Anforderungen der höchsten Klasse A++ derzeit nur wenige LED-Lichtquellen. In der folgenden Klasse A+ finden sich die meisten LEDs sowie sehr effiziente Energiesparlampen. Durchschnittliche Energiesparprodukte sind in der Klasse A vertreten.

Niedervolt-Halogenlampen erreichen maximal Klasse B, Hochvolt-Halogenlampen sind in den Klassen C und D zu finden. Das Schlusslicht bilden in der Klasse E die letzten noch auf dem Markt verbliebenen Reflektor-Glühlampen.

2. Helligkeit

„Die Technik ist so weit fortgeschritten, dass eine LED bis zu zehnmal so viel Licht wie die frühere Glühlampe erzeugt“, sagt Martin Brandis vom Team Energieberatung im Bundesverband der Verbraucherzentralen. Die Helligkeit einer Lampe wird in Lumen gemessen. Das ist der Lichtstrom, beziehungsweise die Lichtmenge, die eine Lampe abgibt. Je höher der Lumen-Wert, desto heller strahlt sie.

Viele orientierten sich nach wie vor an Watt-Angaben, sagt Brandis. „Das ist der Grund, warum Hersteller von LED-Lampen auf der Verpackung kennzeichnen, dass diese LED so hell erscheint wie eine 60 Watt-Glühbirne – zusätzlich zu der richtigen Angabe: 806 Lumen.“

Glühbirne, LED, Halogenstrahler: Angebote gibt es viele auf dem Markt. Heutzutage werden aber vor allem LED-Leuchtquellen verwendet.
Glühbirne, LED, Halogenstrahler: Angebote gibt es viele auf dem Markt. Heutzutage werden aber vor allem LED-Leuchtquellen verwendet. © dpa/Florian Schuh (Symbolfoto)

Wie hell ein Zimmer durch Leuchtmittel gestaltet wird, hängt vom Nutzen des Raumes und den Vorlieben der Bewohner ab. Hierzu sollte man auch den Lux-Wert kennen, der anzeigt, wie viel Licht auf eine Fläche fällt. „Im Wohnzimmer und in anderen Wohnbereichen sind in der Regel 300 Lux richtig. Orte mit anspruchsvollen Sehaufgaben wie der Schreibtisch oder solche mit Gefahrenquellen wie Herd und Arbeitsfläche in der Küche sollten mit 500 Lux ausgeleuchtet sein“, rät Vollmann. Das entspricht einem Lichtstrom von 500 Lumen pro Quadratmeter.

Eine höhere Beleuchtungsstärke lässt sich nach ihrer Empfehlung leicht mit zusätzlichen Lichtquellen realisieren. Etwa mit einer Schreibtischleuchte oder Möbelanbauleuchten.

3. Farbwiedergabe

Wie naturgetreu eine Lichtquelle die Farben der Umgebung wiedergibt, ist ein weiteres Kriterium für gutes Licht. „Die Farbwiedergabe erkennen Verbraucher am Ra- oder CRI-Wert, wobei die Kennzahl 100 vergleichbar mit Tageslicht ist“, sagt Brandis. „In der Regel liegen die heutigen, energiesparenden Lampen für den Haushalt bei 80 bis 90.“

Wer eine Ecke im Raum akzentuieren will, kann statt farbechtem Licht auch künstliche Lichtfarben einsetzen, beispielsweise eine RGB-LED, die Rot, Grün und Blau mischt. Eine Alternative sind Farbfilter, die vor LEDs gesetzt werden. Allerdings verringern sie laut Brandis die Energieeffizienz, da das Licht dunkler wird.

4. Blendung

Alle gängigen Leuchtmittel blenden, wenn Menschen direkt in sie hineinsehen. „Mit einem geringeren Abstrahlwinkel als 360 Grad kann das Blendrisiko verringert werden“, erklärt Brandis. Möglich sei natürlich auch, die Blendung mit einer abschirmenden Leuchte zu verhindern. „Blendung reduziert die Sehleistung und führt auf Dauer zu Ermüdung und nachlassender Konzentration“, betont Vollmann. 

Sie sollte wegen der Unfallgefahr besonders in Küche, Bad und auf Treppen, aber auch am Schreibtisch und überall dort, wo schwierige Sehaufgaben zu bewältigen sind, vermieden werden. Helfen können Rasterleuchten, die das Licht brechen, sowie Lampen mit Reflektoren. Spiegelt sich das Licht von Leuchten auf glänzenden Oberflächen, spricht man von einer Reflexblendung. „Vor ihr schützen die richtige Anordnung und die Dichtebegrenzung der Leuchten sowie matte Oberflächen“, sagt Vollmann.

5. Gemütlichkeit

Für die passende Lichtstimmung ist auch die Farbtemperatur, die in Kelvin gemessen wird, entscheidend. Paradoxerweise deutet eine hohe Farbtemperatur auf ein bläuliches, kaltes Licht hin, eine niedrigere hingegen auf ein warmes, gemütliches Licht.

„Als Orientierung dient der Wert für warmweißes Licht bei einer Farbtemperatur von 2.500 bis 3.000 Kelvin“, sagt Brandis. Das seien angenehme Lichtfarben für den Wohnbereich. Noch beschaulicher wird es darunter: „Der von vielen als behaglich empfundene Kerzenschein liegt bei unter 2.000 Kelvin.“ (dpa)

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