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Bike 24 belohnt seine Angestellten

Das Dresdner Börsenunternehmen kauft Aktien zurück, um sie an Mitarbeitende zu verteilen - wegen Mehrarbeit seit dem Börsengang.

Bike 24 kauft eigene Aktien, um Mitarbeiter an sich zu binden.
Bike 24 kauft eigene Aktien, um Mitarbeiter an sich zu binden. © Symbolbild: PR

Dresden. Das börsennotierte Unternehmen Bike 24 hat mitgeteilt, seinen Mitarbeitern einen Bonus auszuschütten. Dafür kauft der Dresdner Fahrradspezialist etwa 17.000 Aktien zurück, so Sprecher Thomas Schnorrenberger. Der Vorstand von Bike 24 wolle die besondere Leistung der Angestellten beim Börsengang vor drei Monaten würdigen. "Dadurch kam auf die Mitarbeiter erheblich mehr Arbeit zu, die im laufenden Tagesgeschäft zusätzlich erledigt werden musste", sagte Schnorrenberger auf SZ-Anfrage.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten nach dem Aktienrückkauf bis 1. Oktober 2021 jeweils 50 Aktien. Eine Aktie des Unternehmens kostet momentan 24,66 Euro (Stand 24. September). Seit dem Börsengang hat sich damit der Wert um 61 Prozent gesteigert. Mit den Kauf solle jeder Angestellte einen Gegenwert von etwa 1.000 Euro erhalten, so Sprecher Schnorrenberger. Damit wären die etwa 350 betroffenen Mitarbeitenden automatisch Miteigentümerinnen und Miteigentümer des Börsenunternehmens, das mehr als 44 Millionen Aktien besitzt.

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Bike 24 beliefert mehr als 80 Länder

"Durch die Aktienvergabe wollen wir zum einen unsere Mitarbeiter entlohnen, zum anderen möchten wir sie natürlich auch an uns binden", sagte Schnorrenberger. "Denn wir wollen mit ihnen gemeinsam die Zukunft gestalten." Das Unternehmen expandiert momentan nach Spanien. Dort hat es kürzlich die Tochtergesellschaft Bike24 Support ES.S.L gegründet. Von dort aus sollen auch andere südeuropäische Länder bedient werden. Im nächsten Jahr können Kunden außerdem auf Italienisch und Französisch bei Bike 24 in Dresden bestellen. Bike 24 hat zurzeit ein großes Versandlager in Dresden und außerdem ein Ladengeschäft an der Kesselsdorfer Straße. Aktuell sucht Bike 24 zudem noch 28 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hauptsächlich für Dresden.

Vor fast 20 Jahren begann die Firmengeschichte in einem 15 Quadratmeter großen Apartment in Dresden. Anfang der 2000er-Jahre konnten Konsumenten viele Produkte und Marken in Läden nicht kaufen. So entstand die Idee, aus dem Bedarf und Hobby der Gründer einen eigenen Onlineshop aufzubauen. Dieser führt nach eigenen Angaben 77.000 Artikel von mehr als 800 Marken. Davon verkauft das Unternehmen etwas mehr als zwei Drittel in Deutschland, Österreich und Schweiz, 23 Prozent in Europa. Das Unternehmen beliefert Kunden aus mehr als 80 Ländern.

Umsatzwachstum 2021: Bis zu 30 Prozent erwartet

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Angefangen hat Bike24 mit dem Verkauf aus einer winzigen Wohnung – inzwischen macht die sächsische Firma Millionen und beschäftigt fast 400 Mitarbeiter.

Bike 24 ist wirtschaftlich erfolgreich. Im ersten Halbjahr 2021 hat es einen Umsatz in Höhe von 127,4 Millionen Euro erzielt. Das entspricht im Vergleich zu 2020 einer Steigerung um 44 Prozent. Für das zweite Halbjahr 2021 prognostiziert das Management ein Umsatzwachstum um weitere 23 bis 30 Prozent. Grund ist die etwas entspanntere Corona-Lage in ganz Europa während des Sommers und der große Fahrradbedarf der Konsumenten. Gleichzeitig stellen die Analysten eine weiterhin angespannte Beschaffungssituation fest, vor allem bei Kompletträdern. (mit SZ)

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