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Drogeriekette dm plant fünf neue Märkte in Sachsen

Viele Menschen kaufen in der Coronavirus-Pandemie anders ein. Das merkt auch die Drogeriekette dm - und reagiert darauf.

Corona hat auch das Geschäft der Drogeriekette dm verändert.
Corona hat auch das Geschäft der Drogeriekette dm verändert. © Uli Deck/dpa (Symbolbild)

Seltenere, dafür größere Einkäufe, weniger in den Innenstädten und an Bahnhöfen,  mehr in Fachmarktzentren. Auch Gert Moßler, Gebietsverantwortlicher beim Drogeriemarktunternehmen dm für Sachsen beobachtet ein verändertes Einkaufsverhalten vieler Menschen im Freistaat während der Coronavirus-Pandemie. Ob das Folgen für das Filialnetz haben wird, kann er nicht sagen. Für solche Schlussfolgerungen sei es noch zu früh. Aber „auf jeden Fall wird sich der Trend zu größeren Märkten verstärken“, sagte Moßler am Donnerstag.

Im aktuellen Geschäftsjahr sollen fünf neue Märkte eröffnet werden, davon zwei in Dresden. Der neue Markt in Radeberg ist schon gestartet

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Auch Moßlers oberster Chef, Christoph Werner, ließ am Donnerstag bei der Vorstellung der Jahreszahlen in Karlsruhe, die Frage nach den Konsequenzen durch Corona unbeantwortet. Der dm-Vorstandschef sagte jedoch, dass sich der Bedarf der Kunden „künftig womöglich grundsätzlich auch mit weniger stationären Filialen decken“ ließe.

Umsatz mit Online-Bestellungen hat sich verdoppelt

In Sachsen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr acht Prozent weniger Kundenkontakte gezählt, dafür hat sich der Umsatz mit Online-Bestellungen verdoppelt. Die Drogeriekette reagierte mit einer Ausweitung des Online-Geschäfts und des Express-Abholservices auf die Pandemie. Express online bestellte Produkte können jetzt nach drei Stunden abgeholt werden. Außerdem wurde das Sortiment an Seifen, Reinigungs- und Desinfektionsmitteln erweitert.

Moßlers größte Herausforderung ist, dass alle 66 Filialen in den kommenden Monaten zu den gewohnten Zeiten geöffnet sind. „Vieles lässt sich planen, aber nicht, wie gesund die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der nächsten Woche sind“, sagt er. Dennoch sieht er die Filialen in Sachsen gut aufgestellt, um die Zeit der Pandemie zu bewältigen.

Die Infektionsrate unter den Beschäftigten sei nicht höher als in der Gesamtbevölkerung. Ihr Gesundheitsschutz habe Vorrang, betont der dm-Manager. Insgesamt arbeiten 1029 Menschen bei dm in Sachsen, 29 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der Lehrlinge ging um sieben auf 137 zurück, weil nicht alle Ausbildungsplätze besetzt werden konnten.

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Der Branchenprimus der deutschen Drogeriemärkte ist auch in der Corona-Zeit weiter gewachsen, wenn auch nicht so stark wie im Vorjahr. Der Umsatzanstieg betrug 2,9 Prozent auf 11,52 Milliarden Euro, nach 4,6 Prozent im Jahr zuvor. In Sachsen blieb der Umsatz mit einem Plus von 1,32 Prozent auf 254 Millionen Euro fast konstant. Angaben zum Gewinn macht dm nicht. Das Unternehmen will weitere 120 Millionen Euro in das Filialnetz investieren.

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