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Corona-Neustart auch im Kleiderschrank

In der Pandemie hat sich nicht nur unser Kleidungsstil geändert. Es lohnt sich jetzt auch, Ballast abzuwerfen. Und das geht so.

Carola Nahnsen ist Stil- und Imageberaterin.
Carola Nahnsen ist Stil- und Imageberaterin. © SZ

Haben sich Ihre Outfits in den letzten Monaten verändert? Ist alles bequemer geworden, weil Sie ja nicht mehr so viel unterwegs sind? Und wie gut unterstützt Sie Ihr Schrank bei diesem Wandel?

Als ich Ende des Jahres in einem großen Kaufhaus war, sagte mir der Geschäftsführer: „Frau Nahnsen, das Trendthema bei uns ist Loungewear.“ Da war ich baff. Denn das ist für mich eine nette Umschreibung für „Schlafanzug, der tagsüber getragen wird“. Ja gut, es ist auf jeden Fall eine Spur schicker. Doch den ganzen Tag im Pyjama rumlaufen? Da komme ich persönlich nicht in die Gänge. Schauen Sie sich gerne mal in Ihrem Kleiderschrank um und überlegen, was Sie anhatten und was Sie sich für dieses Jahr in Sachen Outfits wünschen.

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"Ich konnte das Elend nicht mehr sehen"

Hier ist eine kleine Anleitung: Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und einen Stift. Stellen Sie sich vor Ihren Schrank und überlegen, wie viele Kleidungsstücke Sie wirklich getragen haben und auch, welche Sie wirklich mögen. Dann nehmen Sie die Stücke unter die Lupe, die schon ewig auf dem Bügel hängen oder in den Schubladen liegen und sehr wenig Beachtung bekommen. Schreiben Sie sich spontan auf, warum diese Dinge nicht zu Ihren Lieblingsstücken gehören: Warum haben Sie die Pullis, Blusen, Hosen und so weiter damals gekauft? Würden Sie die Stücke vermissen, wenn sie nicht mehr da wären? Wie würde es sich anfühlen, wenn einfach mehr Platz im Schrank wäre?

Viele von uns haben Ballast angesammelt. Und bevor Sie jetzt die nächste Diät anfangen, weil sie in der Pandemiezeit zugenommen haben, möchte ich Ihnen ans Herz legen, sich von den Sachen zu befreien, die Sie wahrscheinlich niemals gerne anziehen werden. Wenn Sie das geschafft haben, wissen Sie, was dann am meisten Spaß bringt? Die Stücke wieder einzusortieren. Bei mir war vor ein paar Tagen die Schublade mit der Unterwäsche, den Socken und dem Make-up dran. Ich konnte das Elend nicht mehr sehen. Alles war zwar auf den ersten Blick verstaut, doch wehe, ich öffnete die Schublade.

Wenn Sie das auch kennen, empfehle ich kleine Aufbewahrungsboxen oder Ordnungssysteme. Auch Schuhkartons eignen sich hervorragend. Ich merke selbst, dass es einfacher ist, den Überblick zu behalten, wenn alles einen festen Platz hat. Für neue Inspirationen empfehle ich die Plattform Pinterest. Dort können Sie den Begriff „Ordnung im Schrank“ eingeben und sehen ganz viele Aufbewahrungsideen. Jedes Mal, wenn ich jetzt die Schublade öffne, erfreue ich mich an der Ordnung und finde die Sachen viel schneller wieder.

Carola Nahnsen ist Stil- und Imageberaterin.
www.carola-nahnsen.de

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