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Neues Geschäft im Pirnaer Scheunenhofcenter

Der Textilanbieter "Takko" eröffnet am 7. Oktober einen Laden in der Innenstadt. Damit sind dann alle Handelsflächen in dem Komplex belegt.

Neue Takko-Filiale im Pirnaer Scheunenhofcenter: Damit sind alle Handelsflächen belegt.
Neue Takko-Filiale im Pirnaer Scheunenhofcenter: Damit sind alle Handelsflächen belegt. © Thomas Möckel

Geschäftszuwachs in der Pirnaer Innenstadt: Die Modekette „Takko Fashion“ eröffnet am 7. Oktober eine Filiale im Scheunenhofcenter. Es ist der zweite Laden des Unternehmens in der Stadt, einer befindet sich schon seit Jahren im Kaufland-Komplex an der Lohmener Straße in Pirna-Copitz.

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Wenn man das Einkaufscenter über den Haupteingang am Platz an der Robert-Koch-Straße betritt, befindet sich das Takko-Geschäft gleich links nach der Schiebetür, innen können die Kunden den Laden von der überdachten Einkaufspassage aus erreichen.

Der Laden mit einer Verkaufsfläche von rund 500 Quadratmetern war zum Anfang der Woche schon vollständig eingeräumt und beleuchtet. Fachleute entfernten noch die Schutzfolie von der großen Glasfront am Eingang, dann war alles zur Neueröffnung bereit.

Alle Handelsflächen vermietet

Nach Aussage der Edeka-Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen, Bauherr des Scheunenhofcenters, sind mit dem Einzug von Takko nun alle Handelsflächen in dem Komplex vermietet und belegt.

Vor der Eröffnung im vergangenen Jahr waren bereits der Textilhändler Ernsting’s Family, die Drogeriekette Rossmann, Apollo-Optik sowie die Pluspunkt-Apotheke in das Center gezogen. Edeka selbst betreibt dort von Anfang an einen 2.500 Quadratmeter großen Frischemarkt.

Im Dezember 2020 folgte dann der Nonfood-Händler Tedi, der den großen Laden links am zentralen Eingangsbereich an der Robert-Koch-Straße bezog. Neben den Geschäften haben sich die Augenarzt-Praxis „Augenzentrum Pirna“, die Zahnärztin Dr. Lydia Lippert, die Physiotherapie-Praxis von Angela Herold sowie die Psychotherapie-Praxis von Bianca und Lutz Gottfried im Scheunenhofcenter niedergelassen.

Im Obergeschoss über dem Einkaufsmarkt befinden sich überdies 65 barrierefreie, seniorengerechte Wohnungen, die die Johanniter mit dem selbst kreierten Modell „Servicewohnen“ als Generalmieter betreuen. Die Quartiere sind schon seit geraumer Zeit alle vermietet.

Gastro-Anbieter noch immer gesucht

Nach Auskunft von Edeka sind in dem Center jetzt noch Flächen für Büros und Praxen zu vermieten, darunter eine 120 Quadratmeter große Fläche, deren Fenster zur Bahnhofstraße zeigen.

Und es gibt noch einen Sonderfall, den Altbau an der Ecke Robert-Koch-Straße/Bahnhofstraße. Das barocke Gebäude, in den Jahren 1770 bis 1785 einst für den Rats- und Amtsmaurermeister Johann Daniel Kayser als Wohnhaus erbaut, war im Zuge des Center-Neubaus saniert und in den Komplex integriert worden.

Das altrosa getünchte Kleinod sollte ursprünglich der kulinarische Anlaufpunkt des neuen Einkaufszentrums werden. Geplant war, dass im Frühjahr 2020 ein Café und ein Imbiss einziehen, auch ein Bäcker war mal im Gespräch. Doch die Räume sind nach wie vor verwaist, da der potenzielle Betreiber des Gastro-Angebotes wegen der Corona-Pandemie von seinen Plänen Abstand nahm.

Diese Räume im Altbau sind nun weiterhin zu vermieten, gesucht wird ein neuer Anbieter, der Speisen und Getränke kredenzt. Allerdings erweise sich dies laut Edeka wegen der noch immer spürbaren Auswirkungen der Pandemie derzeit als schwierig.

Ein Neubau für 25 Millionen Euro

Die Edeka-Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen hatte das Scheunenhofcenter von 2017 bis 2020 errichten lassen, die Entwürfe stammen von dem Pirnaer Architekturbüro „Seidel Architekten“. Das Unternehmen investierte rund 25 Millionen in den Neubau, der auf der einstigen Brachfläche zwischen Robert-Koch-Straße, Bahnhofstraße und Hospitalstraße entstand.

Die Pläne, dieses Areal, was früher von mehreren Gärtnereien geprägt war, zu bebauen, reichen hingegen schon bis zum Anfang der 1990er-Jahre zurück. Es gab mehrere Investoren und Anläufe, dort ein Einkaufszentrum zu errichten, die aber alle scheiterten. Erst zum Beginn des vergangenen Jahrzehnts fand Pirna in der Edeka-Unternehmensgruppe einen Bauherrn, der das Projekt – wenn auch mit großem zeitlichen Verzug – realisierte.

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