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Wirtschaft

Weiter keine Tarifeinigung im Einzelhandel

Arbeitgeber und Gewerkschaft finden nicht zusammen. Eine neue Runde gibt es erst im Oktober.

Das Bild zeigt einen Warnstreik am 9. September am Rewe Zentrallager bei Nossen.
Das Bild zeigt einen Warnstreik am 9. September am Rewe Zentrallager bei Nossen. © Claudia Hübschmann

Leipzig. Im Tarifkonflikt für den Einzel- und Versandhandel im Südosten zeichnet sich weiter keine Einigung ab. Die Verhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi sind unterbrochen und werden voraussichtlich am 4. Oktober fortgesetzt, wie Knut Bernsen vom Handelsverband Sachsen-Anhalt und Thüringen, am Montag in Leipzig nach der vierten Verhandlungsrunde mitteilte.

Jörg Lauenroth-Mago, Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, bestätigte den Termin. Er kritisierte, dass die Arbeitgeber kein neues Angebot vorgelegt hätten. "Wir haben intensiv diskutiert und vor allem auf eine Reallohnsteigerung gepocht", sagte Lauenroth-Mago. Bis zum nächsten Verhandlungstermin würden Warnstreiks fortgesetzt.

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Verdi verlangt eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent plus 45 Euro monatlich. Zudem fordert die Gewerkschaft ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde.

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Am Montag wird auch für Sachsen verhandelt. Die Fronten sind verhärtet. Alle warten auf einen Pilotabschluss.

Die Arbeitgeber bieten einen Drei-Jahresabschluss und für das erste Jahr nach zwei Nullmonaten 2 Prozent, für das zweite Jahr 1,4 Prozent und für das dritte Jahr 2 Prozent. Für Unternehmen, die von der Pandemie besonders betroffen waren, sollen die Erhöhungen je zehn Monate beziehungsweise sechs Monate später gezahlt werden. Dies lehnt die Gewerkschaft ab - und sieht es auch als größten Konfliktpunkt. Seit Beginn der Tarifverhandlungen am 1. Juni hatte Verdi in allen drei Ländern zu Warnstreiks aufgerufen, um den Druck zu erhöhen. (dpa)

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