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Wirtschaft

Wer ist Sachsens bester Chancenmanager?

Im Wettbewerb „Sachsens Unternehmer des Jahres 2021“ ist ein Sonderpreis ausgelobt. Das sind die drei Finalisten

© Claudia Jacquemin

Von Christoph Ulrich

Im Wettbewerb „Sachsens Unternehmer des Jahres 2021“ ist ein Sonderpreis „FokusX – Bester Chancenmanager“ ausgelobt. Der Sonderpreis würdigt mutige Visionäre, die ihr Unternehmen mit Weitblick kreativ durch die Pandemie führen und sich dabei der Verantwortung gegenüber ihren Beschäftigten bewusst sind. Die Jury hat unter 23 Bewerbern drei Finalisten ausgemacht. Das sind die drei Finalisten:

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Open-Air Kino am Elbufer – Programm

Für alle Filmbegeisterte hält das Programm wieder tolle Highlights - das aktuelle Kinoprogramm für die Woche vom 27.07. bis 02.08.2021 finden Sie hier.

Glauchauer machen die Schule digital

Saxony International School - Carl Hahn gemeinnützige GmbH in Glauchau. Geschäftsführer sind Rüdiger School und Melissa Blankenship-Küttner.
Saxony International School - Carl Hahn gemeinnützige GmbH in Glauchau. Geschäftsführer sind Rüdiger School und Melissa Blankenship-Küttner. © Uwe Mann

Die Saxony International School – Carl Hahn gGmbH (SIS) aus Glauchau hat die Corona-Pandemie zu einem Quantensprung beim digitalen Lernen und Lehren genutzt. Mit Hilfe von Mitteln aus dem Digitalpakt hat das Bildungsunternehmen mit mehr als 350 Mitarbeitern in kürzester Zeit 2.000 universell einsetzbare Laptops und Tablets für den Unterricht angeschafft. Zusätzlich wurde das interaktive Angebot mit 50 großformatigen interaktiven LED-Touchdisplays erweitert. Sie dienen als multifunktionales Mediacenter im Klassenzimmer für Videos, Grafiken oder als elektronische Tafel. Damit wurden auch die Voraussetzungen geschaffen, um in der Pandemie bestens auf Homeschooling umzuschalten.

Dabei wollten die Geschäftsführerin Melissa Blankenship-Küttner und ihr Mitstreiter Rüdiger School nicht stehenbleiben. Sie arbeiten an einer schulweiten Kultur zur Integration der neuen Technologie. Zudem wurden Lehrerfortbildungen angeboten, um den Mehrwert der neuen Technologien aufzuzeigen. Für die Wartung und den Service wurden neue Mitarbeiter eingestellt.

Die SIS ist im Verbund mit der GGB Gesellschaft zur ganzheitlichen Bildung gGmbH Sachsen (GGB) ein sich steil entwickelnder Bildungsträger. Zum Schulverbund gehören 16 freie Schulen mit einer internationalen Ausrichtung. Hinzu kommen 19 GGB-Fremdsprachenkindertagesstätten.

Roßweiner bauen mit am Gerüst der Gesellschaft

Walter Stuber und Dirk Eckart (v.l.) von der Gemeinhardt Service GmbH in Roßwein.
Walter Stuber und Dirk Eckart (v.l.) von der Gemeinhardt Service GmbH in Roßwein. © PR

Die Gemeinhardt Service GmbH aus Roßwein ist ein Spezialgerüstbauer, der sich auf Hängegerüste und Brückenbauten aus Gerüstteilen spezialisiert hat. Ein Geschäftsbereich widmet sich maßgeschneiderten Lösungen im Industrieschutz. Zudem besitzt die Firma eine mobile Gerüst-Waschanlage. Das 2001 gegründete Unternehmen hat sich am Markt durchgesetzt und erwirtschaftet mit 44 Beschäftigten einen Umsatz von 4,2 Millionen Euro.

Mittlerweile gibt es Niederlassungen in Frankfurt am Main und Braunschweig. Die Chefs Dirk Eckart und Walter Stuber haben sich auch zum Ziel gesetzt, das Unternehmertum in Sachsen zu fördern. Ihre „Mutmacher-Ratgeber“ sprechen Gründern Mut zu, aus Fehlern zu lernen. Als weltweit erster Gerüstbauer bekennen sich die Unternehmer zur Gemeinwohl-Ökonomie. Die von einem anerkannten Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie geprüfte Gemeinwohl-Bilanz für die Gemeinhardt Service GmbH hat zu vorbildlichen Bewertungen geführt.

Überprüft werden 20 Themenbereiche zu gemeinwohlorientierten Aktivitäten sowie Werte im Unternehmen wie Menschenwürde, Solidarität, Gerechtigkeit, Mitentscheidung, Transparenz und ökologische Nachhaltigkeit. Eckart und Stuber handeln in ihrem Unternehmen nach dem Gemeinwohl-Gedanken und versuchen das Bewusstsein für ein alternatives Wirtschaftsmodell zu fördern.

Bannewitzer mit dem Nerv für die Familie

Georg Kritzner, Dirk Zönnchen, Wolfram und Martin Kritzner (v.l.) vom IWB in Bannewitz. F
Georg Kritzner, Dirk Zönnchen, Wolfram und Martin Kritzner (v.l.) vom IWB in Bannewitz. F © IW

Das Ingenieurbüro für Wasser und Boden GmbH (IWB) aus Bannewitz ist ein innovatives und dynamisch wachsendes mittelständisches Familienunternehmen mit mehr als 65 Mitarbeitern. Das Unternehmen entwickelt ingenieurtechnische Lösungen in den Bereichen Wasser, Energie, Verkehr und Umwelt.

IWB ist in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen und erreicht mittlerweile einen Umsatz von rund 5 Millionen Euro. Das Krisenjahr 2020 haben die vier Gesellschafter Wolfram, Georg und Martin Kritzner sowie Dirk Zönnchen genutzt, um das Leitbild des Unternehmens anzupassen, um dem Wandel in der Arbeitswelt mit neuen Strategien gerecht zu werden. Dazu zählen vor allem die Themen Digitalisierung, Umweltbewusstsein und die neuen Möglichkeiten des flexiblen Arbeitens. „Wir orientieren all unsere Entscheidungen auch immer daran, welche Auswirkungen sie auf unsere Mitarbeiter und ihre Familien haben“, so die IWB-Geschäftsführung.

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Vorbildlich ist das Unternehmen zudem bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen. Von der Agentur für Arbeit Pirna wurde das Ingenieurbüro dafür als erstes Unternehmen im Landkreis mit einem Inklusionszertifikat ausgezeichnet. Viel Wert wird in dem Ingenieurbüro auch auf Weiterbildung gelegt. Im Schnitt hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit für zwei Weiterbildungen im Jahr.

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