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Jenoptik baut Reinraumfabrik in Dresden

Jenoptik will in Dresden investieren: Der ostdeutsche Technologiekonzern hat am Flughafen ein Grundstück gekauft.

Der Schriftzug Jenoptik auf einem der Firmengebäude der Jenoptik AG. Der Konzern will in Dresden investieren.
Der Schriftzug Jenoptik auf einem der Firmengebäude der Jenoptik AG. Der Konzern will in Dresden investieren. © ZB

Jenoptik will seine Kapazitäten in der Halbleiterindustrie ausbauen - und das in Dresden. Der Technologiekonzern aus Jena hat dafür im Mai ein 24.000 Quadratmeter großes Grundstück am Airportpark Dresden erworben, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Entstehen sollen ein Reinraumgebäude und ein moderner Bürokomplex.

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„Dresden ist innerhalb Deutschlands ein wichtiger Standort der Halbleiterindustrie, an dem viele globale Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Branche präsent sind“, nannte Jenoptik als Grund für die Standortauswahl. Die Planungen für die neue Fabrik würden nun starten nun und sollen dieses Jahr zur Genehmigungsreife geführt werden. Der Baubeginn ist Stand heute in der zweiten Jahreshälfte 2022 geplant, Anfang 2025 soll die Produktion in der neuen Fabrik starten. Weitere Details will Jenoptik erst nach Abschluss der Planungen bekannt geben.

Jenoptik ist als einer der weltweit führenden Entwicklungs- und Produktionspartner für optische und mikrooptische Systeme an der Entwicklung und Einführung künftiger Lithografie-Technologien der Halbleiterfertigung beteiligt. Der Photonik-Spezialist greift dabei auf mehr als 150 Jahre Know-how in der Optik, Sensorik und Präzisionsmechanik zurück.

„Mit unserer Investition sichern wir unser weiteres Wachstum und stärken unsere Position als verlässlicher Ausrüster der globalen Chipindustrie“, so Jenoptik-Vorstandsvorsitzender Stefan Traeger. Weltweit investieren die Halbleiterhersteller in den Ausbau der Produktionskapazitäten, da aufgrund der Digitalisierung nahezu aller Lebensbereiche die Nachfrage steigt.

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Der ostdeutsche Photonik-Konzern ist in Dresden schon seit 2007 direkt präsent und nach eigenen Angaben auch in ein enges Kooperationsnetzwerk aus Forschungsinstituten und Industriepartnern eingebunden. Er entwickelt und produziert dort optische Komponenten mit lithografischen Verfahren sowie Präzisions-Sensormodule.

Rund 4.400 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen arbeiten weltweit für die Jenoptik AG. Sie ist an der Deutschen Börse in Frankfurt notiert und erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von rund 767 Millionen Euro.

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