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Wirtschaft

Magere Spargel-Zwischenbilanz in Sachsen

Zu kalt, zu viel Regen und Corona: Die Bilanz der Spargelbauern in Sachsen zur Erntehalbzeit ist durchwachsen. Es gibt aber auch zufriedene Bauern.

Sachsen, Nieschütz: Ein Erntehelfer erntet Spargel auf einem Spargelfeld.
Sachsen, Nieschütz: Ein Erntehelfer erntet Spargel auf einem Spargelfeld. © Sebastian Kahnert/dpa

Meißen. Kälte und viel Regen haben einigen sächsischen Spargelbauern in diesem Frühjahr zu schaffen gemacht - daher fällt die Zwischenbilanz unterschiedlich aus. "Durch das wechselhafte Wetter ist es schwierig, eine gute Bodentemperatur herzustellen", sagte René Heidig, Chef der Agrar GbR Naundörfel. 18 bis 20 Grad seien optimal, damit die Pflanze kontinuierlich wachse und eine gute Qualität erhalte. Wetterbedingt war die diesjährige Spargelsaison knapp zwei Wochen später als sonst gestartet.

Auch die Folgen der Pandemie bremsen die Ernte. "Durch das umfassendere Hygienekonzept haben wir etwa 10 bis 15 Prozent weniger Nachfrage beim Endverbraucher im Vergleich zum Vorjahr", betonte Heidig. Zudem sei die Gastronomie als wichtiger Absatzmarkt stark beeinträchtigt gewesen. "Wir haben etwa 30 Prozent unserer Fläche nicht in Betrieb genommen, weil klar war, dass die Restaurants weniger Bedarf haben werden."

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Lößlehm-Boden von Vorteil

Auf dem Bio-Spargelhof Schertenleib in Ostrau (Landkreis Mittelsachsen) ist man mit der bisherigen Ernte hingegen zufrieden. "Wir haben dieses Jahr zwar circa zehn Tage später angefangen, dennoch sind wir mit dem bisherigen Absatz zufrieden, und auch das Wetter ist ausgeglichener und nicht so heiß wie die letzten Jahre", sagte Juniorchef Mathias Schertenleib.

Der Grund für das bisher gute Zwischenfazit dürfte auch in der Beschaffenheit des Bodens liegen: "Wir bauen unseren Spargel auf schwerem Lößlehm-Boden an, denn dieser wird zwar langsamer warm, aber speichert die Wärme dafür länger", erläuterte Schertenleib. Außerdem verhinderten die hohen Felder die Bildung von Staunässe.

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In Sachsen bauen rund 20 Betriebe auf einer Fläche von etwa 260 Hektar Spargel an. Der Freistaat gehört zu den kleinsten deutschen Anbaugebieten. Das Stangengemüse wird vor allem in Delitzsch, Oschatz, Meißen und in der Gegend um Bautzen gestochen. Traditionell ist um den 24. Juni herum Schluss mit dem Edelgemüse. (dpa)

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