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Deutschland & Welt

Raketentrümmer in Ozean gestürzt

Die Befürchtungen waren offenbar unbegründet: Die Trümmer einer chinesischen Rakete sind nicht über bewohntem Gebiet niedergegangen.

Die Rakete vom Typ "Langer Marsch 5B" hatte am 29. April das 22 Tonnen schwere Modul "Tianhe" (Himmlische Harmonie) ins All gebracht, das den Hauptteil der chinesischen Raumstation bilden soll.
Die Rakete vom Typ "Langer Marsch 5B" hatte am 29. April das 22 Tonnen schwere Modul "Tianhe" (Himmlische Harmonie) ins All gebracht, das den Hauptteil der chinesischen Raumstation bilden soll. © Ju Zhenhua/XinHua/dpa (Archiv)

Die Befürchtung eines zerstörerischen Trümmerregens über bewohntem Gebiet hat sich nicht bestätigt: Die Überreste einer für den Bau der ersten chinesischen Raumstation genutzten Rakete sind zwischen der Arabischen Halbinsel und Indien ins offene Meer gestürzt. Das meldeten chinesische Staatsmedien am Sonntagmorgen. Demnach verbrannten die meisten Überreste des Flugkörpers beim Eintritt in die Atmosphäre, die restlichen Trümmer seien in den Indischen Ozean gefallen. Die Rakete vom Typ "Langer Marsch 5B" hatte am 29. April das 22 Tonnen schwere Modul "Tianhe" (Himmlische Harmonie) ins All gebracht, das den Hauptteil der chinesischen Raumstation bilden soll.

Experten hatten davor gewarnt, dass die Trümmer am Wochenende "unkontrolliert" in die Atmosphäre eintreten könnten - schließlich sei die Rakete nicht dafür gebaut, um durch Triebwerke so gesteuert zu werden, dass sie gezielt über einem unbewohnten Gebiet oder dem Meer in die Atmosphäre gelangt. Es wurde vor einem ähnlichen Ausgang wie im Mai 2020 gewarnt: Damals waren nach dem ersten Flug des neuen Raketentyps Trümmer in der westafrikanischen Elfenbeinküste niedergegangen und hatten lokalen Berichten zufolge Häuser beschädigt.

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Normalerweise seien solche Raketenstufen nicht dafür ausgelegt, überhaupt in eine Umlaufbahn um die Erde zu gelangen, berichtete Marlon Sorge vom Zentrum für Wiedereintritt-Studien (CORDS) der Aerospace Corporation in Kalifornien. Vielmehr sei ihre Flugbahn gewöhnlich so geplant, dass sie nach dem Start in ein sicheres Absturzgebiet fallen - also etwa ins Meer. Wenn eine Rakete im Orbit sei, müsse ein sogenanntes Deorbit-Manöver vorgenommen werden, bei dem Triebwerke genutzt würden, um den Wiedereintrittspunkt kontrolliert zu wählen. (dpa)

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