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MDR schließt mit Fehlbetrag ab

Der Mitteldeutsche Rundfunk muss in die Rücklagen greifen. Corona macht auch ihm zu schaffen.

Der Sender unterstützt Produzenten bei coronabedingten Ausfällen.
Der Sender unterstützt Produzenten bei coronabedingten Ausfällen. © dpa/Daniel Kalker

Leipzig. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem Fehlbetrag beendet. Das geht aus dem Abschluss für 2020 hervor, den der Rundfunkrat in seiner jüngsten Sitzung in Leipzig genehmigte. Demnach beläuft sich der Fehlbetrag auf 15,2 Millionen Euro. Wie das Kontrollgremium des Senders weiter mitteilte, wird er aus Rücklagen ausgeglichen.

MDR-Intendantin Karola Wille wies auf den Ausbruch von Corona hin. Das vergangene Jahr sei ein „denkwürdiges“ gewesen. Im Vorwort des Geschäftsberichts beschreibt Wille, dass ARD-Anstalten Teile der pandemiebedingten Ausfallkosten von Produzenten übernommen hätten. Mittlerweile gebe es Hilfe vom Bund und den Sendern. Zudem übernehme der MDR die kompletten Kosten für Produzenten, die durch zusätzliche Hygieneregeln anfallen.

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Dass die für 2021 geplante Beitragsanhebung um 86 Cent auf 18,36 pro Monat und Haushalt zunächst ausblieb, habe die wirtschaftliche Situation verschärft, heißt es im Vorwort der Intendantin weiter: „Für den MDR bedeutet die ausgebliebene Beitragsanhebung zum 1. Januar 2021 gegenüber dem Wirtschaftsplanansatz für 2021 geringere Beitragserträge von cirka 20 Millionen Euro.“

Sachsen-Anhalt hatte die von einer Kommission empfohlene Erhöhung blockiert, alle anderen Länder waren dafür. Allerdings ist für diesen Beschluss Einstimmigkeit notwendig. Die Sender zogen vor das Bundesverfassungsgericht, das die Erhöhung zum 20. Juli durchsetzte.

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