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Nicht jedes Geschenk ist umtauschbar

Jeder kennt die Geschichte vom geschenkten Pullover, den man nie anziehen würde. Doch es geht auch anders.

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Nicht jedes Weihnachtsgeschenk ist ein Volltreffer. Wer mit dem Gedanken "Kann man ja zur Not umtauschen" einfach draufloskauft, sollte sich vorher genau über das Rückgaberecht informieren.
Nicht jedes Weihnachtsgeschenk ist ein Volltreffer. Wer mit dem Gedanken "Kann man ja zur Not umtauschen" einfach draufloskauft, sollte sich vorher genau über das Rückgaberecht informieren. © Florian Schuh/dpa

Zwar gibt es kein grundsätzliches Recht, im Laden Waren umzutauschen oder zurückzugeben. Doch viele Händler räumen Kunden freiwillig das Recht ein. Kassenbon und Originalverpackung sollten besser aufbewahrt werden. Unter Umständen verlangt der Händler beides. Reduzierte oder individuell hergestellte Waren sind allerdings generell von Umtausch oder Rückgabe ausgeschlossen.

Wer hingegen online bestellt, hat ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Häufig räumen Online-Händler auch länger ein. Finden sich im Online-Shop keine Infos, nimmt man am besten Kontakt zum Händler auf.

Liegen Gutscheine auf dem Gabentisch, mit denen die Beschenkten nicht zufrieden sind, ist ein Umtausch beim Händler meist nicht möglich. Einen gesetzlichen Anspruch auf einen Rücktausch gegen Bargeld gibt es nicht. Darauf macht der Deutsche Anwaltverein aufmerksam. Zudem gibt es keinen Rechtsanspruch auf die Auszahlung des Restbetrages.

Die Option, sich den Gutscheinwert auszahlen zu lassen, besteht nur dann, wenn dies vor dem Kauf ausdrücklich vereinbart worden ist. In der Regel gewähren Händler so einen Tausch aber nicht aus Kulanz. Es gibt eine Ausnahme: Wenn jemand sein Geschenk nicht einlösen kann, weil sich der Gutschein auf eine bestimmte Ware oder Dienstleistung bezieht, die gerade nicht mehr erhältlich ist. Dann ist die Erfüllung des ursprünglich geschlossenen Vertrags nicht mehr möglich.

Wem sein Geschenk gar nicht gefällt, der kann den Gutschein aber einfach beim nächsten Fest weiterschenken. Das gilt zumindest, wenn das Dokument nicht personalisiert ist. In Deutschland gilt ein Gutschein in der Regel drei Jahre lang. Die Frist beginnt am Ende des Jahres, in dem er gekauft wurde.

Psychologe Matthias Richter empfiehlt, den Schenkenden ehrlich zu sagen, wenn einem das Geschenk nicht gefällt. Seine Empfehlung: erst mal zu schauen, was man an dem Geschenk würdigen kann. Also die gute Absicht etwa, die Mühe, die sich jemand gemacht hat. Und dann damit zu beginnen und nicht kategorisch zu sagen: Das ist überhaupt nichts. (dpa)