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Wirtschaft

Saudi-Arabien gegen mehr Öl

Trotz gestiegener Preise warnt das Land vor der Steigerung der Erdöl-Förderung. Die Branche hat eine historisch einmalige Krise hinter sich.

Blick auf den Tanadschib-Ölkomplex des saudischen Staatskonzerns Saudi Aramco im Persischen Golf, etwa 200 km nördlich von Dammam.
Blick auf den Tanadschib-Ölkomplex des saudischen Staatskonzerns Saudi Aramco im Persischen Golf, etwa 200 km nördlich von Dammam. © Saudi Aramco/dpa

Wien. Saudi-Arabien hat vor einer frühzeitigen weiteren Ausweitung der Ölproduktion gewarnt. Das Ölkartell Opec und seine zehn Kooperationspartner (Opec+) müssten angesichts zuletzt gestiegener Ölpreise der Versuchung widerstehen, schon jetzt die Produktionsbegrenzungen noch mehr zu lockern, sagte der saudische Energieminister Abdulasis bin Salman am Montag zum Auftakt eines Online-Ministertreffens der Opec+-Länder. "

Prinz Abdulasis bin Salman bin Abdulasis al-Saud, Energieminister von Saudi-Arabien.
Prinz Abdulasis bin Salman bin Abdulasis al-Saud, Energieminister von Saudi-Arabien. © AP/dpa

Unser Job ist noch nicht erledigt", sagte er mit Blick auf die großen Unwägbarkeiten auf dem Ölmarkt. Die Corona-Impfungen seien zwar ein großer Schritt, aber in manchen Bereichen sei die Ölnachfrage weiter schwach und fragil.

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Die Opec+-Staaten versuchen, mit ihrer Förderstrategie den Ölpreis mindestens zu stabilisieren. Vor dem Treffen hatte die russische Nachrichtenagentur Tass berichtet, Russland sei für eine Ausweitung der Förderung ab Februar um weitere 500 000 Barrel (je 159 Liter) am Tag.

Historisch einmalige Kürzung

Energieminister Alexander Nowak äußerte sich zuversichtlich, dass sich der Markt 2021 erholen werde. Die Allianz müsse so bald wie möglich zu einem normalen Förderniveau zurückkehren.

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Die Allianz Opec+ hatte im April 2020 mit der historisch einmaligen Förderkürzung von rund zehn Millionen Barrel auf die eingebrochene Nachfrage wegen der Corona-Krise reagiert. Die Ölpreise waren zwischenzeitlich abgestürzt und hatten sich erst in den vergangenen Monaten wieder erholt. Seit Jahresbeginn hat die Allianz, die rund 45 Prozent der globalen Ölproduktion liefert, ihre Produktionsmenge wieder um 500.000 Barrel erhöht. (dpa)

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