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Das sind Corona-Gewinner

Mäuse fängt man mit Speck und Urlauber mit Mäusen. In der Burgstadt Stolpen hat das funktioniert. Wie ein Spiel zum Corona-Gewinner wurde.

Idyllisch gelegen, das Quartier Am Vorwerk in Stolpen und mit dem Brunnen ein echter Hingucker.
Idyllisch gelegen, das Quartier Am Vorwerk in Stolpen und mit dem Brunnen ein echter Hingucker. © Steffen Unger

Gemütlich plätschert der Brunnen Am Vorwerk in Stolpen unweit des Marktplatzes dahin. Die Mäuse auf einem Stück Käse am Brunnen lassen es sich gut gehen. Sie wiegen sich in Sicherheit. Denn die Katze am Brunnenrand fürchtet das Wasser. Neugierig steht eine Familie davor mit einem Heft in der Hand. "Und warum ist das nun die Käsemaus", fragt das Mädchen. Ein Blick auf das Haus dahinter wird ihr das Geheimnis lüften. Dort befindet sich die Käsemacherei von Petra Gräfe. Und deshalb sitzt auf dem Brunnen Am Vorwerk auch die Käsemaus. Sie ist Teil des Stolpener Innenstadtspiels "Findet mit Geist und Maus Stolpener Geschichten heraus". Und das hat auch dank Corona in diesem Sommer einen wahren Boom erlebt. Zu diesem ersten Resümee kommt Stolpens City-Managerin Simone Schöne. Denn Bewegung an der frischen Luft ist auch in Corona-Zeiten möglich. 

"Wir haben gemerkt, dass, nachdem es wieder möglich war, tatsächlich viele Leute hier in der Stadt unterwegs waren mit unserem Stadtspiel-Flyer in der Hand. Und das waren auch Touristen von weiter her, welche vorher noch nie in Stolpen waren", sagt sie. Das habe man daran gemerkt, weil einige der Spieler auch Hinweise gegeben haben. Das Innenstadtspiel selbst ist ein Projekt, das über den Städtewettbewerb "Ab in die Mitte!" - die City Offensive Sachsen ins Leben gerufen und mit Mitteln aus der Städtebauförderung und durch bürgerschaftliches Engagement finanziert wird. Im Moment können in Stolpen 20 Basaltmäuse im Stadtkern aufgespürt werden.

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Hinter jeder Basaltmaus steht eine Mauspatin oder ein Mauspate. Es gibt sogar Paten, die verfügen über viele Mäuse, wie zum Beispiel Stolpens Bürgermeister Uwe Steglich (FDP). Er ist Pate von gleich drei Mäusen, von Siegfried der Brunnenmaus, von Konrad Kommunale und von der Napoleonmaus. Die findet sich standesgemäß am Alten Amtsgericht, Markt 26. Hier nächtigte Napoleon.

Allerdings muss der Stolpen-Besucher schon etwas Geduld mitbringen und nach den Mäusen suchen. Im Begleitheft kann dann die Geschichte nachgelesen werden. Und wer einmal Gefallen an den schmiedeeisernen Mäusen, entstanden in der Kunstschmiede von Detlef Wächtler, gefunden hat, der wird so die ganze Stadt erkunden. So macht ein Stadtspiel Sinn. Offenbar finden die Stolpener selbst Gefallen daran, denn es kommen auch immer mehr Mauspaten hinzu, die Ärztin Berit Rasche, die Eizmanufaktur, das Burghotel, der Kindergarten Kleine Weltentdecker, um die letzten zu nennen. Aber damit will es Simone Schöne nicht bewenden lassen. 20 Stationen in Stolpen sind zwar schon gut. "Wir wollen aber auf 30 aufstocken. So sind die Besucher noch mehr und auch noch länger in der Stadt unterwegs", sagt die Citymanagerin. Im Frühjahr sollen weiter Mäuse an den Start gehen und die Touristen auch in Ecken führen, die sonst nicht so bekannt sind.

"Wir gehen mit dem Projekt weiter vorsichtig voran. Uns ist es gelungen, das Innenstadtspiel immer weiter auszubauen. Im kommenden Jahr ist die entsprechende Internetseite fertig", sagt Simone Schöne. Und ganz wichtig, zum Saisonstart im kommenden Jahr geht das Innenstadtspiel online. 

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