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Höhlenführer wehren sich gegen Vorwürfe

Sächsische Tourenanbieter sehen sich nicht als Ursache für die Höhlenschließung in Tschechien. Im dem Gebiet sind sie schon seit Jahren nicht mehr aktiv.

© TomᚠSalov

Nachdem Sächsische.de über die Schließung zweier Höhlen im tschechischen Teil des Elbsandsteingebirges berichtet hatte, fühlen sich sächsische Anbieter von Höhlentouren zu Unrecht an den Pranger gestellt. „In dem Reservat waren wir vor fünf, sechs Jahren zum letzten Mal“, sagt René Hofmann, Geschäftsführer von Kanu Aktiv Tours in Königstein. „Wir gehen je nach Tour auch nur mit maximal zehn Leuten in die Höhle und nicht mit 50 bis 60, wie in dem Beitrag beschrieben“, so Hofmann weiter.

Mit dem im Artikel erwähnten Massentourismus möchte er nicht gleichgesetzt werden. „Im Gegenteil, wir sensibilisieren für einen schonenden Umgang mit der Natur“, erklärt Hofmann.

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Auch Daniel Höntsch, Inhaber von Stonerunners Adventure Tours in Bischofswerda, weist einen Zusammenhang seiner Firma mit dem Höhlentourismus in Böhmen zurück. „Wir bieten Touren in das Gebiet schon seit zehn Jahren nicht mehr an. Genauso lange, wie das Verbot gilt“, betont Höntsch. „Wir respektieren den Naturschutz“, stellt er klar.

Verbot schon seit 2010

Für den Nationalpark Böhmische Schweiz waren die Angebote kommerzieller Höhlentouren der letzte Grund zu dieser Maßnahme. „Dass jetzt die Naturfreunde- und die Damenhöhle geschlossen wurden, geschieht zum Schutz von Fledermäusen, für die diese Höhlen geeignete Winterquartiere darstellen“, sagte Nationalparksprecher Tomáš Salov.

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Diese liegen in dem 2010 geschaffenen Naturschutzreservat von nationaler Bedeutung rechts der Elbe zwischen Děčín (Tetschen) und Hřensko (Herrnskretschen). Dies habe einen Schutzstatus vergleichbar mit den Ruhegebieten im Nationalpark. Markierte Wege dürfen nicht verlassen werden. Das heißt, das Betreten der unmarkierten Wege zu den Höhlen ist nicht gestattet, erst recht nicht das Betreten der Höhlen selbst.

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