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Mit Bohrstock und Steigeisen: Wie der Wald sein "großes Blutbild" kriegt

Nur wer den Boden kennt, weiß, was auf ihm wächst. Die Unterwelt wird auch in den Baumkronen erforscht, wie neulich bei Schmorsdorf.

Von Jörg Stock
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Nur fliegen kann schöner sein, sagt Baumkletterer Mirko Hahn über seinen Job. Im Wald bei Maxen holt er Äste für die Bodenzustandserhebung aus dem Kronendach.
Nur fliegen kann schöner sein, sagt Baumkletterer Mirko Hahn über seinen Job. Im Wald bei Maxen holt er Äste für die Bodenzustandserhebung aus dem Kronendach. © Daniel Schäfer

So ein Aufstand, um ein paar Äste zu pflücken? Zehn Kilo Ausrüstung anlegen, dreißig Meter oder mehr aufwärts klettern, die Steigeisen in die Borke stemmend, die Sicherungsleinen nachziehend, bis in die oberste Krone vordringen, in drei verschiedenen Richtungen drei Reiser ausgucken, diese abzwacken und einsacken und dann das Geäst und sich selbst zurück zur Erde bringen. Ja, am Ende des Tages spürt man, was man gemacht hat, sagt Mirko Hahn. Trotzdem: Klettern ist für ihn Genuss. Er fühlt sich frei dabei. "Die nächste Stufe wäre fliegen."

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