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Wildschweinzaun wird diese Woche vollendet

Ein Jäger beklagt, dass der Zaun seit drei Wochen keinen ausreichenden Schutz bietet. Das Sozialministerium reagiert.

An vielen Stellen lose ist der Schutzzaun entlang der B 115 nördlich von Niesky. Das soll jetzt behoben werden.
An vielen Stellen lose ist der Schutzzaun entlang der B 115 nördlich von Niesky. Das soll jetzt behoben werden. © André Schulze

Diese Woche soll der unvollendete Schutzzaun entlang der B 115 zwischen Sandschenke und Stannewisch geschlossen werden. Das erfuhr SZ am Mittwoch auf Nachfrage aus dem Staatsministerium für Soziales. Am Mittwoch hatten wir darüber berichtet, dass dieser Zaun etliche Lücken aufweist.

Das ist auch Detlef Paul aufgefallen. Er ist Jäger und wohnt in Spitzkunnersdorf. "Schon vor über drei Wochen musste ich mit Erschrecken feststellen, dass in der Pufferzone um Niesky der Schweinezaun, der mit großem materiellen Aufwand errichtet wurde, nicht fertiggebaut ist", schreibt er in einem Leserbrief. Detlef Paul ist beruflich als Lkw-Fahrer in der Baustoffauslieferung unterwegs und seine Touren führen ihn auch auf der B 115 entlang. "Diese Woche fuhr ich wieder auf dieser Straße und musste feststellen, dass sich am Zustand des Zaunes, der mit unserem Steuergeld gebaut wird, noch nichts geändert hat", schreibt er weiter.

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Zaunbau neu ausgeschrieben

Dass einige Zeit nichts geschehen ist, führt das Sozialministerium auf den Wechsel der Leute, die den Zaun errichten. "Der Abzug des Technischen Hilfswerkes erfolgte aufgrund des Kälteeinbruchs, so dass das THW den geplanten Abschnitt nicht wie geplant fertigstellen konnte", sagt ein Sprecher des Ministeriums. Es erfolgte unverzüglich ein Ausschreibungsverfahren. Nach erfolgreichem Abschluss des Verfahrens wurde der Bau ohne weitere Verzögerungen fortgesetzt. Seit dem 1. März wird die Pufferzone weiter eingezäunt. Bisher nur nicht da, wo die Lücken hinterlassen wurden. Detlef Paul hat zwischen Sandschenke und Stannewisch 15 "Löcher" in dem Schutzzaun gezählt.

Der Landkreis Görlitz schützt sich mit mehreren Zäunen gegen ein weiteres Vordringen der Afrikanischen Schweinepest (APS) von polnischer Seite. Doch an der Kreisgrenze zu Brandenburg endet der sächsische Zaun. Das Schwarzwild kann also ungehindert vom Norden her auf das Kreisgebiet vordringen. Das Problem ist dem Sozialministerium bekannt. Derzeit sind weitere Trassenführungen zur Zäunung des erweiterten gefährdeten Gebietes auch im nördlichen Bereich in Planung, lässt das Ministerium die SZ wissen. Das betrifft den Raum Jämlitzer Hütte bis nach Schleife. Dazu finden von sächsischer Seite Abstimmungen mit dem Land Brandenburg statt.

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