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Silvester: Görlitzer Luft nicht besser durch Böller-Verbot

Böllern war dieses Mal auch in Görlitz nur eingeschränkt möglich. In den Messwerten wird das aber nicht allzu deutlich.

Solche Bilder boten sich in den Vorjahren am Neujahrsmorgen häufig, dieses Jahr eher selten.
Solche Bilder boten sich in den Vorjahren am Neujahrsmorgen häufig, dieses Jahr eher selten. © Pawel Sosnowski/80studio.net

Durch das Verkaufsverbot für Böller und Raketen verlief diesmal der Jahreswechsel auch in Görlitz ruhiger als sonst. Böllern konnte nur, wer noch Restbestände aus den Vorjahren besaß oder sich in Polen oder im Internet eingedeckt hatte.

Eine besonders niedrige Feinstaub-Belastung am Neujahrstag in Görlitz war trotzdem nicht die Folge. Darüber informiert Karin Bernhardt, Sprecherin des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, auf SZ-Nachfrage. Das Feinstaub-Tagesmittel des Neujahrstages lag in Görlitz bei 23 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Zum Vergleich: Voriges Jahr waren es 24 Mikrogramm, vor zwei Jahren 37, vor drei Jahren aber nur 15. Ähnlich sieht es beim höchsten Stundenmittel aus. Es lag dieses Jahr bei 81 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, voriges Jahr nur bei 36, vor zwei Jahren jedoch bei 377 und vor drei Jahren bei 62.

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Tagesgrenzwert liegt bei 50

Die Schwankungen sind also enorm. „Die Messergebnisse sind stark von den meteorologischen Bedingungen, insbesondere Regen, den Feuerwerksaktivitäten in unmittelbarer Nähe zur Messstation sowie vom grenzüberschreitenden Eintrag von Luftschadstoffen abhängig“, erklärt Karin Bernhardt. Zur Einordnung: Der EU-weit gültige Tagesgrenzwert für Feinstaub beträgt 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und darf an maximal 35 Tagen pro Jahr überschritten werden. In Görlitz war das also am Neujahrstag seit 2018 nie der Fall.

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