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Bosch bestellt Chips bei Globalfoundries Dresden

Dresdens größte Fabrik hat einen wichtigen Autozulieferer als Partner gewonnen. Dabei fährt Bosch selbst gerade eine Fabrik in Dresden hoch.

Siliziumscheiben fürs Auto: Aus solchen Scheiben stellen Unternehmen wie Globalfoundries und Bosch Mikrochips her, die etwa für Airbag oder Radar benötigt werden. Die Firmen arbeiten zusammen.
Siliziumscheiben fürs Auto: Aus solchen Scheiben stellen Unternehmen wie Globalfoundries und Bosch Mikrochips her, die etwa für Airbag oder Radar benötigt werden. Die Firmen arbeiten zusammen. © dpa/Oliver Killig

Dresden. Der Mikrochip-Hersteller Globalfoundries mit Fabrik in Dresden kommt voran bei seinem Plan, Autozulieferer als Kunden zu gewinnen. Der Dresdner Betrieb mit seinen 3.400 Beschäftigten habe Aufträge von Bosch erhalten, teilte Globalfoundries am Konzernsitz in den USA mit.

Dabei hat Bosch in Dresden gerade eine eigene Mikrochipfabrik gebaut und fährt dort mit zunächst 250 Beschäftigten die Produktion hoch. Bis zu 700 Arbeitsplätze können dort entstehen, wenn die Nachfrage wächst und der neue Bosch-Reinraum weiter mit Anlagen gefüllt wird.

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Globalfoundries-Manager Mike Hogan sprach von einer Partnerschaft mit Bosch beim Entwickeln und Herstellen von Radartechnologie der nächsten Generation fürs Auto. Bosch-Manager Oliver Wolst lobte Globalfoundries für dessen Kenntnisse in dieser Technologie. Die Dresdner 22FDX-Chips hätten sich als beste Lösung für hoch effizientes und sicheres Automobilradar herausgestellt.

Gemeinsame Forschung als europäisches Projekt

Diese Chips haben laut Globalfoundries einen geringen Energieverbrauch. Dafür sind die Strukturen nicht ganz so fein wie in der Computertechnologie üblich. Doch Kunden aus der Computerbranche wie der frühere Besitzer der Dresdner Fabrik, AMD, haben sich weitgehend von dem Auftragsfertiger zurückgezogen. Seitdem bemüht sich Globalfoundries, für seine neue Technologie auch kleinere Kunden zu gewinnen - etwa für das Internet der Dinge. Rund 70 Kunden seien inzwischen gefunden, sagte der Dresdner Firmensprecher Jens Drews.

Die beiden Unternehmen hatten bereits über gemeinsame Forschungsprojekte berichtet. In den staatlich geförderten Initiativen Ocean 12 und Things2do arbeiteten Globalfoundries und Bosch grenzüberschreitend auch mit anderen Unternehmen zusammen. Für Globalfoundries stand dabei seine FDX-Technologie im Vordergrund, bei der eine zusätzliche Isolationsschicht elektrische Leckströme verringert und so Strom spart.

Chips helfen beim Spurhalten und Einparken

Die neue Partnerschaft mit Bosch soll laut Globalfoundries zu Radarsystemen führen, die Autofahrern helfen: beim Spurhalten, beim Einparken und mit der Warnung vor Zusammenstößen. Die Chips werden in der Dresdner Globalfoundries-Fabrik hergestellt, dort soll es auch zugehörige Dienstleistungen für den Partner Bosch geben. Um den Test der Chips soll sich das Labor von Globalfoundries in Burlington im US-Staat Vermont kümmern. Globalfoundries fertigt Chips auf drei Kontinenten im Auftrag von Markenherstellern. In der zweiten Hälfte dieses Jahres sollen die ersten dieser Chips fertig sein.

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In dieser Zeit fährt auch Bosch seine neue Dresdner Mikrochipfabrik hoch. Sie stellt zum einen Leistungshalbleiter her, die beispielsweise in Gleichspannungswandlern in Elektro- und Hybridfahrzeugen gebraucht werden. Zum anderen sollen hochkomplexe integrierte Schaltungen entstehen, die Informationen von Sensoren verarbeiten und beispielsweise Airbags den Befehl zum Auslösen geben.

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