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Das Problem mit den Paketen: Service kontra Zeitdruck

Mancher Ärger zwischen Zusteller und Empfänger ließe sich vermeiden - mit intelligenter Technik und einem freundlichen Wort. Ein Kommentar.

Die Paketflut wächst - und auch der Ärger von Empfängern über die Zusteller. Doch das ließe sich vermeiden, findet Sächsische.de-Reporter Tilo Berger.
Die Paketflut wächst - und auch der Ärger von Empfängern über die Zusteller. Doch das ließe sich vermeiden, findet Sächsische.de-Reporter Tilo Berger. © Archiv

Bautzen. Mit den Paket-Dienstleistungen ist es wie beim Gesundheitswesen: Es wollen alle möglichst wenig einzahlen, aber das Maximale herausholen.

Die Kunden berufen sich darauf, dass Pakete immer teurer werden - da erwarten sie im Gegenzug auch mehr Service beim Anliefern und keine zusätzlichen Wege für sich, nur weil der Zusteller nicht ein paar Sekunden gewartet hat. Die Unternehmen packen ihren Boten die Fahrzeuge immer voller und geben Zeiten vor, die kaum einzuhalten sind. Es braucht nicht viel, dass Zusteller und Empfänger gleichermaßen gereizt sind und entsprechend reagieren. Überdies verstehen in Zeiten des Klimawandels immer weniger Menschen, warum vor manchem Hauseingang binnen einer halben Stunde fünf Kleintransporter von fünf Zustellfirmen vorfahren - und alle bringen das Gleiche, nämlich Pakete.

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Dabei könnte einiger Ärger vermieden werden. Gerade Marktführer DHL redet oft und gern von Digitalisierung. Diese Technik müsste es doch möglich machen, dass der Bordcomputer eines Zustellfahrzeuges beim Einbiegen in die Straße die Empfänger der nächsten Pakete anfunkt: Achtung, sind gleich da, kommen Sie schon mal zur Wohnungstür. Und wenn sich Zusteller und Empfänger dann begegnen, darf ruhig auch mal ein freundliches Wort fallen. Das tut nicht weh, aber gut.

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