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Dresdner Versicherung kauft Firma in Prag

Die Sparkassen-Versicherung Sachsen will im Ausland wachsen: Vorstandschef Gerhard Müller hofft mit Ergo pojistovna auf tschechische Kunden.

Die schiffförmige Hauptverwaltung der Sparkassen-Versicherung Sachsen in Dresden an der Flutrinne hat künftig noch mehr zu tun: Das Unternehmen kauft eine Versicherung in Prag.
Die schiffförmige Hauptverwaltung der Sparkassen-Versicherung Sachsen in Dresden an der Flutrinne hat künftig noch mehr zu tun: Das Unternehmen kauft eine Versicherung in Prag. © Steffen Füssel

Dresden. Nach einer solchen Gelegenheit hat Gerhard Müller schon eine Weile gesucht: Der Vorstandsvorsitzende der Sparkassenversicherung Sachsen gab am Montag bekannt, dass er kurz vor Weihnachten einen Kaufvertrag für ein tschechisches Unternehmen unterschrieben hat. Nun gehört die Prager Ergo pojistovna zu dem Dresdner Unternehmen.

Durch den Kauf kommen rund 50 neue Mitarbeiter zu Sachsens einziger Versicherungsgesellschaft. Sie zählte bisher rund 800 Beschäftigte. Müller hofft darauf, dass sein Unternehmen nun außerhalb seines Kerngeschäftsgebiets wächst und „am soliden Wirtschaftswachstum“ Tschechiens teilhaben wird.

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Die Sparkassenversicherung Sachsen bekomme dank der tschechischen Ergo einen zusätzlichen Kundenstamm, Lizenzen sowie Manager mit tiefen Marktkenntnissen im Nachbarland.

Neuerwerbung mit 760.000 Verträgen

Die Sachsen wollen damit ihr Produktangebot bei Schadens- und Lebensversicherung erweitern. Der Vertrieb soll vor allem über die sächsischen Sparkassen ausgebaut werden. Ergo pojistovna in Prag sei „bislang ein Nischenanbieter“ vor allem mit Garantieverlängerungs-, Reise-, Kranken-, Unfall-, Hausrat- und Haftpflichtversicherungen und einem geringen Anteil an Lebensversicherungen.

Das Unternehmen verzeichne rund 25 Millionen Euro Versicherungsprämien im Jahr und 760.000 Verträge. Der Kaufvertrag wurde am 22. Dezember 2020 unterschrieben. Zum Preis machte die Sparkassen-Versicherung keine Angaben.

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Die Sparkassen-Versicherung Sachsen gehört den sächsischen Sparkassen sowie den süddeutschen Versicherungsgesellschaften Bayern-Versicherung in München und SV Sparkassen-Versicherung in Stuttgart. Die Dresdner Beschäftigten arbeiten laut Sprecherin Ute Andrä derzeit vorwiegend im Homeoffice statt in ihren Vierer-Büros.

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