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Wirtschaft

MDR gibt weniger Geld für Aufträge aus

Knapp die Hälfte der Mittel fließt in die Region. Budgetkürzungen werden spürbar.

Das Logo des Mitteldeutschen Rundfunks MDR, aufgenommen in Leipzig.
Das Logo des Mitteldeutschen Rundfunks MDR, aufgenommen in Leipzig. © Peter Endig/dpa

Leipzig. Der MDR hat im vergangenen Jahr weniger Geld für Produktionsaufträge ausgegeben als 2018. Das geht aus dem aktuellen Produzentenbericht hervor, mit dem sich der Rundfunkrat des Senders in Leipzig befasste. Zusammen mit dem in Erfurt ansässigen Kinderkanal Kika vergab der MDR Aufträge im Volumen von rund 62,5 Millionen Euro, eingerechnet sind dabei auch Ausgaben für Lizenzkäufe. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Minus von etwa 4,6 Millionen Euro. Nach Senderangaben liegt diese Veränderung im Rahmen der üblichen Schwankungsbreite.

Der MDR wies ferner darauf hin, dass 2018 wegen Projekten wie dem Eventfilm „Lotte am Bauhaus“ als Ausnahmejahr angesehen werden müsse. Zudem seien 2019 bereits Budgetkürzungen wirksam geworden. Knapp die Hälfte der Aufträge (rund 47 Prozent) vergab der MDR den Angaben zufolge an Produktionsfirmen im Sendegebiet und steigerte damit den Anteil leicht. Etwas mehr als die Hälfte ging ins übrige Bundesgebiet. Die Auftragsvergabe ins Ausland (0,2 Prozent) fällt dagegen anteilsmäßig kaum ins Gewicht.

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