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Porsche will drittes SUV-Modell in Leipzig bauen

Allen Krisen zum Trotz wächst der Markt für Sportwagen und SUVs der Luxusklasse. Diese Chance will Porsche nutzen. Doch beim E-Macan gibt es Probleme.

Von Nora Miethke
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Derzeit laufen im Leipziger Werk von Porsche die Modelle Macan und Panamera vom Band. Der Vorstand hat weitere Pläne für den Standort.
Derzeit laufen im Leipziger Werk von Porsche die Modelle Macan und Panamera vom Band. Der Vorstand hat weitere Pläne für den Standort. © Porsche AG

Porsche will ein drittes SUV-Modell oberhalb des Cayenne auf den Markt bringen. Das bestätigte Vorstandschef Oliver Blume am Montag auf einer Online-Pressekonferenz. „: „Wir planen, unser attraktives Portfolio um ein neues, vollelektrisches Luxus-SUV zu erweitern, das in Leipzig vom Band laufen wird“, kündigte Blume an. Dies würde bedeuten, in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts. Weitere Details zu dem neuen Fahrzeug verriet der Autobauer nicht. Wer mehr wissen will, sollte sich die Studie Mission R ansehen, die Porsche im vergangenen Jahr auf der Automobilmesse IAA in München präsentiert hatte. „Sie zeigt, wie wir uns elektrische Sportwagen der Zukunft vorstellen“, so Blume.

Aufgrund von Software-Problemen verschiebt sich Verkaufsstart des elektrischen Macan. „Wir werden mit dem E-Macan 2024 auf dem Markt sein“, versichert der Porsche-Chef. Die Stromer-Version des beliebtesten Porsche-Modells läuft in Leipzig vom Band und die ersten Fahrzeuge werden bereits getestet. Hintergrund für die Verzögerungen sind Unstimmigkeiten und Schwierigkeiten bei der Kompatibilität der geplanten Software-Einheitsplattform 2.0 für den Volkswagen-Konzern, zu dem auch die Marke Porsche gehört. Diese Software-Plattform, über die ein einheitliches Betriebssystem für alle Konzernmarken eingeführt werden soll, wird von der VW-Tochter Cariad entwickelt. Laut Blume konzentriere sich Porsche jetzt vordergründig auf die Softwareplattform 1.2. Sie soll 2023 starten und unter anderem ein neues, einheitliches Infotainmentsystem und Over-the-Air-Updates für die Fahrzeuge von Audi und Porsche einführen.

Trotz Corona-Pandemie, Halbleitermangel und gestörten Lieferengpässen ist der Vorstand mit der Geschäftsentwicklung mehr als zufrieden. Im vergangenen Jahr lieferte Porsche erstmals über 300.000 Fahrzeuge weltweit aus und zwar insgesamt 302.000. Damit wurde ein Umsatz von 33,1 Milliarden Euro erzielt. Beides waren historische Höchstwerte für Porsche. Allein die Auslieferungen des Taycan haben sich mit 41.296 Einheiten im Jahr 2021 mehr als verdoppelt. In diesem Jahr strebt der Autobauer einen Umsatz zwischen 38 und 39 Milliarden Euro an. Auch für den wichtigsten Markt China sind die Aussichten positiv. „Wir erwarten für China ein starkes zweites Halbjahr 2022“, betonte Finanzvorstand Lutz Meschke. Und das, obwohl das Reich der Mitte gerade mit sinkenden Wachstumsprognosen und den wirtschaftlichen Folgen einer verheerenden Null-Covid-Politik für Schlagzeilen sorgt.

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