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Der erste Audi aus Zwickau feiert Weltpremiere

Mit einem vollelektrischen SUV will der Autobauer in der Kompaktklasse punkten. Im Juni steht er bei den Händlern.

Erstmals zeigt Audi den in Zwickau gebauten SUV Q4 e-tron.
Erstmals zeigt Audi den in Zwickau gebauten SUV Q4 e-tron. © Audi

Jetzt ist es offiziell. Mit der Weltpremiere des SUV Q4 e-tron Mittwochabend im Internet ist Audi nun wirklich zurück in Zwickau. Denn dort wird das Fahrzeug montiert. Erstmals zeigte Vorstandschef Markus Duesmann das erste vollelektrische Modell im Kompaktsegment öffentlich, mit dem der Autobauer die die Verkaufszahlen und den Gewinn bei E-Autos deutlich steigern will. Auch die ebenfalls präsentierte Schrägheck-Variante Q4 Sportback e-tron wird in Westsachsen produziert.

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Im vergangenen Jahr hat die Ingolstädter VW-Tochter 1,7 Millionen Autos verkauft - darunter 47 000 vollelektrische große SUVs. Mit Preisen ab 42 000 Euro ermöglichten die beiden Q4-Modelle jetzt den „Einstieg in die elektrische Welt von Audi“, sagte Duesmann. Welche Absatzzahlen Audi anpeilt, teilte das Unternehmen nicht mit. Hauptmärkte seien Europa und die USA, sagte eine Sprecherin.

Der Q4 e-tron fußt auch als erster Audi auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) des Volkswagen-Konzerns für die Kompakt- und Mittelklassefahrzeuge. Auf dieser Plattform laufen in Zwickau bereits die vollelektrischen VW-Modelle ID.3 und ID.4 vom Band. Diese Synergien sollen mit dazu beitragen, die Gewinnmargen der elektrifizierten Audis in drei Jahren auf das Niveau der Benziner und Dieselautos zu heben. „Konzernweit wird es bis 2029 rund 19 Millionen Fahrzeuge auf dieser technischen Basis geben“, kündigte Duesmann an.

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Der Q4 e-tron, der bis zu 520 Kilometer Reichweite im WLTP-Zyklus schaffen soll, kommt im Juni zu den Händlern. In Deutschland beginnen die Preise bei 41.900 Euro, wobei der Kunde nach Audi-Angaben 9.000 Euro Förderung (netto) beanspruchen kann. Seit 2018 produziert Audi in Brüssel die großen Elektro-SUVs. Der kürzlich vorgestellte Luxussportwagen e-tron GT wird in Heilbronn gebaut. Im Stammwerk Ingolstadt soll ab 2022 ebenfalls ein vollelektrisches Modell produziert werden, der SUV Q6 e-tron auf der mit Porsche gemeinsam genutzten Plattform PPE. Bis 2030 sollen auf der PPE-Plattform bis zu 7 Millionen Fahrzeuge der Ober- und Luxusklasse gebaut werden. (SZ/nm/dpa)

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