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Dresdner helfen VW, bei Software schneller zu werden

Der Autobauer und die Dresdner Softwarefirma TraceTronic One wollen zwei Gemeinschaftsunternehmen gründen.

In der Volkswagen-Zentrale in Wolfsburg ist man auf Dresdner Autosoftware-Spezialisten aufmerksam geworden.
In der Volkswagen-Zentrale in Wolfsburg ist man auf Dresdner Autosoftware-Spezialisten aufmerksam geworden. © dpa

Die Volkswagen AG und ein Dresdner Software-Unternehmen verfolgen offenbar gemeinsam große Pläne. In der Liste der laufenden Fusionskontrollverfahren, die das Bundeskartellamt vergangene Woche veröffentlicht hat, taucht unter dem Aktenzeichen B7-36/21 der Vermerk auf: „Volkswagen AG, Wolfsburg, und TraceTronic One GmbH, Dresden; Gründung von zwei Gemeinschaftsunternehmen.“

Auf Nachfrage von sächsische.de zu den Details bestätigt ein VW-Sprecher, das Volkswagen und TraceTronic „beabsichtigen, ein Joint Venture zu gründen“. Dieses soll Methoden und Werkzeuge bereitstellen, um die Entwicklung und nahtlose Integration von Fahrzeugelektronik im VW-Konzern „auf ein neues Level zu heben“, heißt es. Mehr Angaben will der Sprecher zum jetzigen Zeitpunkt nicht machen, da das Vorhaben noch vom Bundeskartellamt genehmigt werden muss. Der Dresdner Partner äußert sich nicht.

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Laut der Wettbewerbsbehörde beginnt das Genehmigungsverfahren nach Eingang der vollständigen Anmeldeunterlagen. In diesem Fall war das der 10. Februar 2021. Das Bundeskartellamt hat nun einen Monat Zeit, die Unterlagen zu prüfen.

TraceTronic One, 2004 von Rocco Deutschmann und drei Mitstreitern gegründet, ist inzwischen ein weltweit renommierter Anbieter von Lösungen für das hochautomatisierte Testen und Integrieren von Fahrzeugsoftware und hat mehr als 250 Mitarbeitende. Neben dem Hauptsitz in Dresden führt das Unternehmen, das eine Ausgründung der TU Dresden ist, noch Büros in München, Stuttgart und Ingolstadt und eine Tochtergesellschaft in den USA. Zudem ist die Firma Mehrheitseigner an der SIListra Systems GmbH. Auf der umfangreichen Referenzliste sind nicht nur die Großen der Automobilbranche zu finden, sondern auch Land- und Baumaschinenhersteller.

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