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Porsche macht Schulen in Sachsen digital

Der Autobauer will beim Ausbau digitaler Lernformate im Freistaat und Baden-Württemberg helfen.

Porsche startet ein Hilfsprogramm zur Digitalisierung von Schulen in Sachsen.
Porsche startet ein Hilfsprogramm zur Digitalisierung von Schulen in Sachsen. © imago images

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Deutschlands Schulen beim Thema Digitalisierung ziemlich Nachholbedarf haben. Weder gibt es flächendeckend Geräte für digitalen Unterricht noch ausgereifte Lernplattformen oder pädagogische Konzepte. Auch zu Hause haben viele Schüler und Schülerinnen nicht alle einen Laptop und ausreichenden Internetzugang, um sinnvoll am Homeschooling teilnehmen können.

Die Porsche AG startet deshalb ein umfassendes Hilfsprogramm. Schulen in Baden-Württemberg und Sachsen sollen damit in die Lage versetzt werden, die Möglichkeiten von digitalem und hybridem Unterricht möglichst effektiv auszuschöpfen. Bevor Porsche sein Maßnahmenpaket geschnürt hat, haben Experten der Managementberatung Porsche Consulting unterschiedliche Schultypen vor Ort untersucht. Dabei hätten sich nach eigenen Angaben vier Arche-Typen herausgebildet: Analoge Nachzügler, Engagierte Aufbauer, Konsequente Aufholjäger und Digitale Vorreiter. Die drei Erstgenannten stehen im Fokus der Initiative „Digitalturbo für Schulen“.

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Interessierte Schulen können sich bis zum 19. März 2021 bewerben. 15 Schulen in Baden-Württemberg und Sachsen erhalten dann bis zu zehn Unterstützungstage durch Porsche Consulting. Das Hilfsprogramm umfasst unter anderem eine Analyse des Bedarfs, Soforthilfe-Maßnahmen von der Organisation bis zu technischen Ausstattungshilfen sowie eine mittel- bis langfristige Planung. Zudem stellen sich mehr als 180 Porsche-Mitarbeiter aus dem IT-Bereich und von Porsche Digital ehrenamtlich zur Verfügung, um ihr Wissen an Schulen in ihrem persönlichen Umfeld einzubringen. Die Wahl der beiden Bundesländer überrascht nicht. Porsche hat in Stuttgart-Zuffenhausen in Baden-Württemberg seinen Sitz und in Leipzig in Sachsen sein größtes Werk mit 4.300 Beschäftigten.

„Bildung ist der einzige Rohstoff, in Deutschland und Kinder sind unsere Zukunft. Wir müssen hier verantwortungsvoll handeln. Aber leider hinkt das deutsche Bildungssystem in Sachen Digitalisierung vielen anderen Staaten hinterher“, sagt Andreas Haffner, Vorstand für Personal und Soziales der Porsche AG. Es fehle an der Ausstattung der Schulen, und auch die Lehrerschaft benötigte Unterstützung. Das hätte Porsche bei der Vorbereitung des Projekts in vielen Gesprächen festgestellt. Trotz toller Lösungen einzelner Lehrer und Lehrerinnen sei es bislang nicht gelungen, substanzielle Änderungen anzustoßen. „Wir wollen als Porsche unseren Teil dazu beitragen, diese Lücken zu füllen“, so Haffner. Besonders freut ihn dabei die starke Bereitschaft seiner Kollegen und Kolleginnen, sich ehrenamtlich zu beteiligen.

Nachgefragt, welche substanziellen Änderungen ihm vorschweben, betont der Personalvorstand: „Die Schule sollte auch in Zukunft ein Ort der analogen Begegnung bleiben. Aber digitale Lernformate dürfen nicht nur als Überbrückung in Pandemie-Zeiten oder als ein weiterer Frontalunterricht vor dem Bildschirm verstanden werden.“ Vielmehr sollten sie den klassischen Unterricht auch über die Pandemie-Zeit hinaus sinnvoll ergänzen, weil die interaktive Wissensvermittlung ein enormes Potenzial für das individuelle Lernen besitze.

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Porsche versteht digitale Bildung als wichtigen Bestandteil der Aus- und Weiterbildung. So finden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf der eigenen Lernplattform digitale Bildungsangebote gebündelt, die sie selbstständig nutzen können. Als Arbeitgeber möchte der Autobauer, dass die Mitarbeiter von morgen den Umgang mit diesen Formaten schon in der Schule lernen. „Nur wer Vorgehensweisen zur selbstständigen Nutzung von digitalen Angeboten kennt, kann zielführend damit arbeiten“, betont Haffner.

Bewerbung unter www.digitalturbo-schule.de

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