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Volkswagen übergibt ersten Elektro-SUV in Dresden

Ein Ehepaar aus Thüringen holt sich seinen ID.4 in der Gläsernen Manufaktur ab. Europaweit liegen fast 24.000 Bestellungen vor.

Jacqueline Heyer-Mertens und Mario Mertens aus Suhl holten den ersten ID.4 in Dresden ab.
Jacqueline Heyer-Mertens und Mario Mertens aus Suhl holten den ersten ID.4 in Dresden ab. © Ronald Bonß

Volkswagen hat mit der Auslieferung des zweiten Modells seiner vollelektrischen ID-Baureihe begonnen. Am Freitag wurden die ersten kompakten Sportgeländewagen (SUV) ID.4 an Kunden in der Gläsernen Manufaktur in Dresden sowie in Wolfsburg übergeben. Das Besondere an den Übergaben: Die Erstkunden Jacqueline Heyer-Mertens und Mario Heyer aus Suhl, die ihren weißen ID.4 in Dresden abholen, wie auch Matthias Hoeper aus Oyten (Bremen) fahren bereits den ID.3 und haben jetzt noch einen ID.4 gekauft.

„Ich bin überzeugt von nachhaltiger Energie und davon, dass der Batterieantrieb der Antrieb der Zukunft ist. Deshalb bin ich bereit zu investieren“, sagt Heyer. Und das ohne Probefahrten. Der ID.3 und der ID.4 seien die ersten Fahrzeuge, die er gekauft habe, ohne vorher drin gesessen zu haben, betont der Amtsleiter im Landratsamt in Hildburghausen. Er hat sich auf die Testberichte anderer verlassen, ist aber auch schon seit Jahrzehnten treuer VW-Kunde.

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Seine Bilanz nach den ersten Monaten mit dem E-Auto sind positiv – von den Kosten wie vom Fahrgefühl. Heyer, der sich als „verhaltenen Fahrer“ beschreibt kommt auf einen Verbrauch von 20 Kilowattstunde pro 100 Kilometer. Das koste ihn sechs Euro Strom. „Dafür fährt man weder einen Benziner noch einen Diesel“, sagt der 54-Jährige. Ein Manko hat der Thüringer jedoch auch festgestellt. Im Winter sei die Reichweite des ID3 aufgrund des Vorheizens der Batterie um ein Drittel gesunken. Das größere E-Modell hat sich das Ehepaar als „Reise- und Urlaubsauto“ für längere Strecken gekauft.

Bisher sind europaweit rund 23.500 Bestellungen für den ID.4 eingegangen, sagte Volkswagen-Vertriebsleiter Holger Santel. In diesem Jahr sollen 150.000 Fahrzeuge dieses Modells weltweit verkauft werden. Volkswagen will damit neben Europa auch die wichtigen Märkte China und USA bedienen.

Der ID.4 wird zunächst - wie schon der ID.3 - im sächsischen Zwickau gebaut und von dort auch in die USA geliefert. Zudem läuft der Mittelklassewagen in zwei Werken in China vom Band. Insgesamt plant die Marke VW in diesem Jahr den Verkauf von 450.000 Elektro-Autos. In der zweiten Jahreshälfte soll das Coupé ID.5 hinzukommen und im Sommer der größere SUV ID.6, der aber nur in China erscheint.

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Bei den Auslieferungen an deutsche Kunden spielt die Gläserne Manufaktur eine wichtige Rolle. Trotz der Corona-Pandemie holten im vergangenen Jahr 3.300 Kunden ihre Fahrzeuge persönlich in Dresden ab. Bis Ende 2020 soll die die Anzahl der Auslieferungen auf knapp 10.000 pro Jahr steigen.

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