merken
Weißwasser

Wie Weißwasser Unternehmen fördert

In der Stadt können Firmen von unterschiedlichen Förderkulissen profitieren, wie die jüngste Stadtratssitzung zeigte.

Symbolbild
Symbolbild © Symbolfoto: dpa/Monika Skolimowska

Weißwasser. Die Wohnungsbaugesellschaft mbh (WBG) saniert die Wohngebäude in der Humboldtstraße 2 bis 6 in Weißwasser. Durch Teilrückbau, Umbau im Innenbereich, Schaffung neuer Wohnungszuschnitte, Aufzug-Einbau, neue Balkone und Dachterrassen sowie Fassadengestaltung entsteht nicht nur moderner Wohnraum. Auch eine Aufwertung des Wohngebiets zwischen Gutenberg- und Schillerstraße ist die Folge. Weil das Sanierungsgebiet östlich der Lutherstraße zudem im Fördergebiet Soziale Stadt „Südost“ liegt, kann die WBG für ihre Baumaßnahme von einem finanziellen Zuschuss aus dem Förderprogramm profitieren.

So beschloss es der Stadtrat einstimmig.
Laut der Ratsentscheidung erhält das Wohnungsunternehmen für Teilrückbau und Sanierung der Gebäudehülle nun rund 161.000 Euro Zuschuss, wovon der Eigenanteil der Stadt an den insgesamt knapp 643.200 Euro förderfähigen Kosten etwa 54.000 Euro beträgt. Obwohl die Arbeiten bereits im Dezember dieses Jahres beendet werden, konnte der Stadtratsbeschluss auf Basis eines vereinbarten vorzeitigen förder-unschädlichen Beginns gefasst werden.

Stars im Strampler aus Weißwasser
Stars im Strampler aus Weißwasser

So klein und doch das ganz große Glück: Wir zeigen die Neugeborenen aus Weißwasser und Umgebung.

Und es gibt in Weißwasser die Möglichkeit der Beantragung von Investitionsbeihilfen für kleine und Kleinstunternehmen (KU) im Rahmen des Efre-Fördergebietes „Lebendige Mitte 2014-2020“, von dem städtische Firmen durch die „Richtlinie nachhaltige Stadtentwicklung“ profitieren können. Laut Oberbürgermeister Torsten Pötzsch sei dieses Angebot zur Unternehmenssicherung bislang „verhalten angenommen“ worden, weshalb auch 2019 nicht alle Mittel abgerufen worden seien.

Die Firma Garreis GmbH stellte im Juni nun einen Antrag auf Gewährung einer Zuwendung für die Anschaffung einer mobilen Arbeitsbühne. In der Begründung der Beschlussvorlage für den Stadtrat hieß es, dass die Anschaffung die kurzfristige Übernahme von Aufträgen sichern soll, ohne zusätzlich Zeit und Kosten für die Anmietung berücksichtigen zu müssen. Die zusätzliche Flexibilität schaffe neue Möglichkeiten und solle zu mehr Leistungsfähigkeit verhelfen.

Für Stadtrat Hans-Eckhard Rudoba war die Förderung über dieses Programm fehl am Platze. Laut Detlef Krahl vom Bauamt bestehe jedoch kein Widerspruch zwischen Antrag und Förderkulisse. „Laut KU-Richtlinie der Stadt können Unternehmen gefördert werden. Wir haben den Antrag geprüft und er passt in die Maßnahmen. Jedoch muss die Fördersumme stets auf maximal 40 Prozent der förderfähigen Kosten für die Investition begrenzt sein.“

Letztlich stimmte der Stadtrat mehrheitlich (bei einer Neinstimme und drei Enthaltungen) für die Investitionsbeihilfe. Die Firma Garreis bekommt damit knapp 30.200 Euro Zuschuss, in denen ein Eigenanteil der Stadt von etwa 6.000 Euro enthalten ist.

Mehr Nachrichten aus Weißwasser und Umland lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Weißwasser