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Wenn Fahrräder Mangelware werden

Team-Sport verboten, Reisen auch: Wegen Corona haben viele das Rad neu entdeckt. Doch die Lieferzeiten werden immer länger. Was tun?

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Wer ein neues Rad möchte, muss derzeit flexibel sein und sollte nicht lange fackeln, raten Experten.
Wer ein neues Rad möchte, muss derzeit flexibel sein und sollte nicht lange fackeln, raten Experten. © dpa/Zacharie Scheurer

Stuttgart. Vermutlich war es noch nie schwieriger, ein Fahrrad zu kaufen als jetzt: Seit Frühjahr 2020 ist die Nachfrage nach Rädern aller Art wegen der Corona-Pandemie gestiegen und hält an. Viele Hersteller weisen Lieferzeiten bis in den Herbst hinein aus, manche haben sogar die Preise deutlich erhöht.

Wenn man aufs neue Rad im Zweifel nicht warten will, bis es wieder Winter wird, helfen nur zwei Dinge: Möglichst flexibel und möglichst schnell sein, berichtet das "Mountainbike"-Fachmagazin. Zum einen gelte es, sich auch Modelle abseits großer oder angesagter Marken anzuschauen.

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Ist dann ein Rad in der passenden Größe gefunden, sollte man nicht lange fackeln. "Lieferbarkeit und Preisgefüge werden sich wohl in absehbarer Zeit nicht zu Ihren Gunsten verbessern", prognostizieren die Experten.

Zulieferer kommen nicht mehr hinterher

Doch was steckt hinter den Lieferengpässen und Preiserhöhungen? Zum einen ist die Fahrrad-Nachfrage so hoch, dass die Zulieferer in Asien nicht mehr mit der Produktion nachkommen. Oft könnten fast fertige Räder nicht ausgeliefert werden, weil ein einziges Bauteil fehlt. Ein Ende der Verzögerungen sei derzeit nicht absehbar.

Hauptgrund für die Preiserhöhungen sollen derweil massive Engpässe beim Container-Transport sein, berichtet das Magazin. Fehlende Container in Asien und nicht ausreichende Schiffskapazitäten machten die Logistik-Branche offenbar zum Flaschenhals. Mit Auswirkungen auf die Kosten: Die Verschiffung eines Containers sei mittlerweile fünfmal teurer als noch vor der Corona-Krise.

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Diese Mehrkosten werden dann im Zweifel auf die Preise für Komponenten und Räder aufgeschlagen. Diversen Hersteller-Statements zufolge bewegen sich die Preiserhöhungen im einstelligen Prozentbereich. Aber die Experten warnen auch vor schwarzen Schafen: Es gebe Hersteller, die die besonders beliebte Bike-Modelle um über 1.000 Euro im Preis erhöht hätten. (dpa)

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