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Nachtzüge sollen wieder in Dresden halten

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) bauen ihr Streckennetz aus. Davon profitiert auch Sachsen.

Bitte einsteigen: Nachtzüge erfreuen sich steigender Beliebtheit - wohl auch wegen der Möglichkeit, klimafreundlich zu reisen.
Bitte einsteigen: Nachtzüge erfreuen sich steigender Beliebtheit - wohl auch wegen der Möglichkeit, klimafreundlich zu reisen. © ÖBB/Harald Eisenberger

Dresden. Dresden wird voraussichtlich ab 2023 wieder ans europäische Nachtzugnetz angebunden. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten gemeinsamen Mitteilung der ÖBB und der SBB hervor. Durch eine geänderte Linienführung bekommen Leipzig und Dresden wieder eine Direktverbindung nach Zürich. 

Mit 19 Nightjet-Linien und acht weiteren Verbindungen mit Partnern betreibt die ÖBB schon jetzt das größte Nachtzugnetz Europas. In Kooperation mit der SBB wollen die Österreicher das Angebot weiter ausbauen. Eine entsprechende Absichtserklärung haben die beteiligten Unternehmen vergangene Woche unterzeichnet.  Die Expansionspläne unter dem Motto "Nightjet-Netz Schweiz 2024"  betreffen zehn Linien und 25 Ziele. 

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Bereits ab Dezember 2021 soll ein neuer, täglicher Nightjet auf der Route Zürich-Basel-Frankfurt/Main-Köln-Amsterdam fahren. Später sind auch Verbindungen von Zürich nach Rom und Barcelona geplant. Ab dem Inkrafttreten des Fahrplans für 2023 soll schließlich die Kapazität der Verbindungen von Zürich über Basel nach Berlin und Hamburg erhöht werden. Die Verbindung von Zürich nach Prag soll laut den Betreibern "als Zugteil des Berliner Nightjet mit Schlaf- und Liegewagen neu auch über Deutschland geführt werden". Damit kommt es zur Wiederanbindung von Leipzig und Dresden. 

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Vertreter des Fahrgastverbands Pro Bahn begrüßen die Pläne. "Es zeigt sich, dass die Messen bei diesem Thema doch noch nicht gesungen waren", sagt Ronny Hausdorf von Pro Bahn Mitteldeutschland. Von Dresden aus habe man früher mit dem Nachtzug in diverse europäische Städte - unter anderem nach Amsterdam, Kopenhagen oder Budapest - reisen können. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 hatte die sächsische Landeshauptstadt ihre  letzte Nachtzugverbindung (nach Budapest und Wien) verloren. 

Europas größter Knotenpunkt für den Nachtzugverkehr ist Wien. An zweiter Stelle steht Zürich - mit Verbindungen nach Hamburg, Berlin, Wien, Graz, Budapest, Prag und Zagreb. 

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