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Pirna verteilt jetzt digitale Knöllchen

Falschparker können sich nun online zum Vorwurf äußern und das Verwarngeld bezahlen. Das soll das gesamte Verfahren vereinfachen.

Neues Pirnaer Knöllchen: Parksünder können jetzt online den Vorgang einsehen und das Bußgeld zahlen.
Neues Pirnaer Knöllchen: Parksünder können jetzt online den Vorgang einsehen und das Bußgeld zahlen. © Stadt Pirna

Pirna lässt jetzt auch ins Bußgeldverfahren das digitale Zeitalter einziehen, um es insgesamt zu beschleunigen und zu vereinfachen.

So finden Falschparker seit Anfang Juli ihr Knöllchen in einem anderen Design am Scheibenwischer vor. Mit dieser Neuerung soll sich der Zahlungsverkehr besser abwickeln lassen.

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Nach Aussage des Rathauses enthält das Ticket nun einen personifizierten Link, über den die Höhe des Verwarngeldes sowie Tatbestand eingesehen werden können. Auf diese Weise kann auch gleich das Bußgeld online gezahlt werden.

Daten kommen in ein Online-System

Überdies vereinfachen die neuen technischen Möglichkeiten auch den Verwaltungsablauf. So pflegen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes zum Beispiel das falsch parkende Auto direkt vor Ort in ein digitales System ein.

Betroffene können Minuten später bereits dieses System einsehen und das Geld bezahlen, sofern die keine Einwände gegen den ihnen zur Last gelegten Vorwurf haben.

Wer diese Online-Funktion nicht nutzt, dem stellt die Stadt die schriftliche Verwarnung auch künftig per Post zu.

Auch Anhörung ist digital möglich

Zudem besteht nun auch die Möglichkeit, sich online zu dem Falschpark-Vorwurf zu äußern. Der persönliche Zugangscode sowie ein Passwort für die Online-Plattform www.pirna.de/bussgeld erhalten die Betroffenen per Post mit dem Anhörungsschreiben der Bußgeldstelle.

Mittels der Online-Anhörung haben Falschparker die Möglichkeit, ganz in Ruhe Anmerkungen zu jeweiligen Sachverhalt zu machen, Beweisfotos anzusehen sowie eigene Anlagen anzufügen, um die Angelegenheit zu klären. "Dadurch spart man nicht nur Zeit, sondern auch die Portogebühren für die Rücksendung des Anhörungsschreibens", sagt Stadtsprecher Thomas Gockel.

Auf der Online-Plattform stehen mehrere Sprachen zur Auswahl, sie kann somit auch von Betroffenen mit Wohnsitz im Ausland problemlos bedient werden.

Ob diese Plattform jedoch genutzt wird, entscheidet jeder freiwillig. Das mitgelieferte Anhörungsschreiben kann nach wie vor analog ausgefüllt und per Post an die Bußgeldstelle zurückgeschickt werden.

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