Sachsen
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In Nordsachsen braucht der Bus bald keinen Fahrer mehr

Im Norden Sachsens soll bald ein fahrerloses Shuttle in den Probebetrieb gehen. Wenn alles klappt, geht der umgebaute Bus 2023 in den Linienverkehr.

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Ein Bus-Shuttle am Ufer des Schladitzer Sees bei Leipzig: Die Aufschrift „FLASH“ steht für fahrerloses automatisiertes Shuttle.
Ein Bus-Shuttle am Ufer des Schladitzer Sees bei Leipzig: Die Aufschrift „FLASH“ steht für fahrerloses automatisiertes Shuttle. © Archiv: dpa/Peter Endig

Rackwitz. Fahrerloses Fahren im öffentlichen Verkehr soll ab Mitte Juli im Landkreis Nordsachsen möglich sein. Am Donnerstag informierte sich der Minister für Regionalentwicklung, Thomas Schmidt (CDU), in Rackwitz über den Stand eines automatisierten Shuttles. Der umgebaute Bus soll bis zu 21 Fahrgäste vom Bahnhof Rackwitz an den Schladitzer See bringen.

Nach dem Pilotbetrieb mit Fahrgästen ab Mitte Juli soll der reguläre Linienverkehr im Januar 2023 starten. Dieses Projekt sei ein Novum und habe für die Region, aber auch sachsenweit eine enorme Strahlkraft, betonte Schmidt.

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Das Projekt war vor rund einem Jahr vorgestellt worden. Seitdem hat das Fahrzeug im sogenannten Applikationsbetrieb auf der rund vier Kilometer langen Strecke im realen Straßenverkehrsraum alle hochautomatisierten Fahrfunktionen erlernt. Es wird aus Mitteln des Strukturstärkungsgesetzes mit 988.000 Euro gefördert, die vom Bund für den Strukturwandel in den Braunkohlerevieren bereitgestellt werden.

Zunächst wird der Bus mit einem Sicherheitsfahrer unterwegs sein, der bei Bedarf eingreifen kann. Das Shuttle hat 180 PS, kann Tempo 70 erreichen und verfügt über 15 Sitz- und 6 Stehplätze.

Zahlreiche Radarsensoren, Laserscanner, Außen- und Innenkameras überwachen den Straßenverkehr und senden permanent Informationen an das Fahrzeug. Zudem ist das Shuttle mit einem hybriden Steuerungskonzept ausgestattet. So kann zwischen automatisiertem und manuellem Betrieb gewechselt werden. (dpa)

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